Hochschullehre

Amerikanist Walter Grünzweig erhält Ars legendi-Preis 2010

Walter Grünzweig, Professor für amerikanische Literatur und Kultur an der Technischen Universität Dortmund, erhält den Ars legendi-Preis für exzellente Hochschullehre 2010. Der vom Stifterverband mit 50.000 € dotierte und auf Vorschlag der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) vergebene Preis wird in diesem Jahr in den Geisteswissenschaften vergeben. Die feierliche Verleihung findet am 10. Mai im Rahmen der HRK-Jahresversammlung in Berlin statt.

23.04.2010 Pressemeldung Hochschulrektorenkonferenz
  • © Foto: Jürgen Huhn, TU Dortmund

Professor Grünzweig wird sowohl für seine fachwissenschaftliche Lehre als auch für seine Beiträge zur Internationalisierung der neuen Studiengänge ausgezeichnet. Derzeit ist er Prorektor Studium seiner Universität.

Leitmotiv der Lehre von Professor Grünzweig ist es, unterschiedliche kulturelle Hintergründe der Studierenden in einer Lehrveranstaltung aufzugreifen und zu integrieren, statt sie als Defizit und Hemmnis für die Lehre zu betrachten. Textauswahl und Anlage der Veranstaltungen sorgen dafür, dass die unterschiedlichen Gruppen sich im "intercultural classroom" als Experten ihrer kulturellen Hintergründe einbringen können. Dieses Konzept wird auch für andere Fächergruppen genutzt. So lernen angehende Dortmunder Ingenieure im "intercultural classroom" über sprachliche Fähigkeiten hinaus, ihr Fach im kulturellen Kontext zu sehen, indem sie beispielsweise unterschiedliche Haltungen zur Technik analysieren. Gerade in diesen interdisziplinären Veranstaltungen nutzt Walter Grünzweig das "team teaching" mit anderen deutschen und ausländischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Das Programm "Dortmund Double" führt Dortmunder und US-amerikanische Studierende paarweise zusammen und verschafft so deutschen Studierenden auch ohne Auslandsaufenthalt internationale Erfahrungen. Die Aktivitäten reichen auch über den Campus hinaus, indem Sprachassistenten an Dortmunder Schulen vermittelt werden. Als Prorektor der TU Dortmund ist Prof. Grünzweig seit 2008 verantwortlich für Studium, Lehre und internationalen Studierendenaustausch und entwickelt Interkulturalität auf der Grundlage der genannten Konzepte zum Profilelement seiner Universität.

Eine Jury aus Geistes- und Kulturwissenschaftlern, Hochschuldidaktikern und Studierenden unter Leitung des HRK-Vizepräsidenten Professor Dr. Wilfried Müller hat die Auswahl getroffen. Der Preis wird jährlich alternierend in verschiedenen Disziplinen bzw. Fächergruppen verliehen. Er soll die besondere Bedeutung der Hochschullehre für die Ausbildung des akademischen Nachwuchses sichtbar machen und einen karrierewirksamen Anreiz schaffen, sich in der Hochschullehre zu engagieren und sie über den eigenen Wirkungsbereich hinaus zu fördern. Die Qualität der Lehre soll sich als ein zentrales Gütekriterium für Spitzenhochschulen etablieren und als strategisches Ziel der Hochschulen profiliert werden.

Der Preis wird an einen Wissenschaftler oder eine Wissenschaftlerin – gegebenenfalls auch stellvertretend für ein Team – für herausragende und innovative Leistungen in Lehre, Prüfung, Beratung und Betreuung im grundständigen Studium verliehen. Für die Auszeichnung ist neben einer exzellenten Didaktik und Lehrqualität ausschlaggebend, inwieweit der Preisträger/die Preisträgerin über die eigenen Lehrveranstaltungen hinaus Impulse für die Weiterentwicklung der Hochschullehre gegeben hat.

Die Bewerbung erfolgt in der Regel auf Vorschlag der Fakultäten, Fachbereiche oder Fachschaften; auch Eigenbewerbungen sind zulässig.


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