Auszeichnung

Der profilierte Hamburger Jurist Prof. Dr. Hein Kötz (70) erhält für sein außergewöhnliches Engagement für das deutsche Rechtssystem, die Juristenbildung und den Wissenschaftsstandort Hamburg das Bundesverdienstkreuz. Wissenschaftssenator Jörg Dräger überreichte dem ehemaligen Präsidenten der Bucerius Law School das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland heute im Rathaus.

23.08.2006 Hamburg Pressemeldung Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung Hansestadt Hamburg

Wissenschaftssenator Jörg Dräger: "Professor Dr. Hein Kötz hat viel bewegt: Er prägte als Hochschullehrer die Ausbildung Tausender Jura-Studierender, engagierte sich in hohen Ämtern für das deutsche Wissenschaftssystem, erlangte mit seinen Forschungsarbeiten weltweite Anerkennung und baute als Gründungspräsident die äußerst erfolgreiche Bucerius Law School in Hamburg auf. Damit hat er auch dazu beigetragen, unsere Stadt als Wissensmetropole noch attraktiver zu machen. Ich gratuliere Herrn Professor Kötz herzlich zum Bundesverdienstkreuz 1. Klasse." 1962 promovierte Hein Kötz an der Universität Hamburg, bevor er an der University of Michi-gan in Ann Arbor den Master of Comparative Law erwarb. Wiederum in Hamburg habilitierte er sich 1970, anschließend hatte er bis 1978 eine Professur an der Universität Konstanz in-ne. Parallel dazu war Prof. Dr. Hein Kötz von 1975 bis 1978 als Richter am Oberlandesge-richt Karlsruhe tätig.

Nach diesen Jahren im Süden kehrte er 1978 als einer der Direktoren des Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Privatrecht zurück nach Hamburg. 22 Jahre lang, bis ins Jahr 2000, leitete er dieses renommierte Forschungsinstitut. Während dieses Zeitraums war er von 1981 bis 1998 auch als Professor an der Universität Hamburg tätig. Zu seinen Schwerpunkten gehören Studien über Rechtsvergleichung und Deliktsrecht.

Im Jahr 2000 übernahm er als Gründungspräsident die Leitung der Bucerius Law School, der ersten privaten Hochschule für Rechtswissenschaft in Deutschland. Die Bucerius Law School führt nur wenige Jahre nach ihrer Gründung regelmäßig die Rankinglisten der besten privaten Hochschulen in Deutschland an. Die hervorragenden Ergebnisse der ersten Staatsexamensprüfungen der Studierenden bestätigen eindrucksvoll, dass das Reform-Modell Bucerius Law School aufgegangen ist.

Aber auch weit über Hamburg hinaus engagierte sich Prof. Dr. Hein Kötz für die Wissen-schaft. Von 1981 bis 1984 vertrat er die Interessen von Wissenschaft und Forschung im Wissenschaftsrat, von 1986 bis 1989 als Vizepräsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Von 1988 bis 1991 war der Jurist Vorsitzender der Geisteswissenschaftlichen Sektion der Max-Planck-Gesellschaft (MPG).


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