Bachelorabschluss wird an Berufsakademien ab dem kommenden Studienjahr eingeführt

Die Umstellung der Diplomstudiengänge auf Bachelorstudiengänge an Berufsakademien und die geplante Einführung von Studiengebühren standen im Mittelpunkt eines Gesprächs zwischen Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg und Studierendenvertretern aller Berufsakademien des Landes.

13.10.2005 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

"Ich bin zuversichtlich, dass die Umstellung auf den Bachelor an den Berufsakademien zu Beginn des Studienjahres 2006/2007 abgeschlossen sein wird und dass damit die Erfolgsgeschichte dieser innovativen Bildungseinrichtung fortgeführt werden kann", sagte Frankenberg am 13. Oktober in Stuttgart.

Mit dem Bachelorabschluss können die Berufsakademie-Absolventen in Zukunft an allen Hochschulen in Deutschland ein weiterführendes Studium, z. B. ein Masterstudium, aufnehmen. "Dies ist ein entscheidender Fortschritt gegenüber Berufsakademie-Absolventen mit einem Diplomabschluss, denen viele Hochschulen außerhalb Baden-Württembergs bislang den Zugang zu Masterstudiengängen verwehren", betonte der Minister. Er stellte nochmals die Bedeutung des Beschlusses der Kultusministerkonferenz vom Oktober 2004 heraus, der auf Initiative Baden-Württembergs eine bundesweite Gleichstellung von Bachelorabschlüssen der Berufsakademien in akkreditieren Bachelorstudiengängen mit dem Bachelorgrad von Hochschulen vorsieht. Die Akkreditierung der Bachelorstudiengänge wird in allen drei Studienbereichen - Wirtschaft, Technik und Sozialwesen - von der Zentralen Evaluierungs- und Akkreditierungsagentur Hannover (ZEvA) vorgenommen. Nach ersten Gesprächen auf Ebene der Fachleute zeichneten sich gute Aussichten für eine erfolgreiche Akkreditierung bis Mitte 2006 ab, betonte Frankenberg. Auch für die Entwicklung von Masterstudiengängen an Berufsakademien zeigte sich der Minister offen.

In dem turnusmäßigen Gespräch des Ministers mit den Studierendenvertretern der Berufsakademien war die geplante Einführung von Studiengebühren im Jahr 2007 ein weiteres Thema. "Auch die Studierenden an den Berufsakademien werden von den Beiträgen profitieren", betonte Frankenberg. Die Einnahmen sollen den Hochschulen und den Berufsakademien zur Verbesserung der Lehre zugute kommen, ohne die staatliche Finanzierung abzusenken. "Es ist dann Aufgabe der einzelnen staatlichen Studienakademien, vor Ort zu entscheiden, was mit den Mitteln im Einzelnen zu geschehen hat", so der Minister. Trotz des Umstandes, dass die Berufsakademiestudierenden etwa die Hälfte der insgesamt dreijährigen Studienzeit in ihrer Ausbildungsstätte verbringen, sei nicht daran gedacht, die Gebühren für die Studierenden an den Berufsakademien gesondert zu regeln. Denn die Anzahl der Vorlesungsstunden an den Studienakademien entspreche der an den Fachhochschulen des Landes. Es gelte wie für die Hochschulen ein Satz von 500 € pro Studienhalbjahr.

"Der Dialog mit den Studierendenvertretern ist mir wichtig, um diese über aktuelle Vorhaben des Ministeriums zu informieren und ihnen zugleich die Möglichkeit zu Fragen und auch zu Kritik zu geben", betonte der Minister nach dem Gespräch. Gerade von den Studierendenvertretern der Berufsakademien habe er schon viele "sachkundige, engagierte und weiterführende Anmerkungen und Hinweise erhalten".


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