Hochschulen

Bedarf an Weiterqualifizierungsangeboten der Hochschulen

Das Bundeskabinett berät in seiner morgigen Sitzung den Gesetzesentwurf des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zur Anerkennung von ausländischen Berufs- und Hochschulabschlüssen, insbesondere aus Nicht-EU-Ländern. Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) befürwortet diese Initiative, von der nach Schätzungen des BMBF mehr als 300 000 Fachkräfte profitieren könnten.

22.03.2011 Pressemeldung Hochschulrektorenkonferenz

"Die Rechtslage sollte möglichst schnell verbessert werden", sagte HRK-Präsidentin Prof. Dr. Margret Wintermantel. "Das hilft uns in Deutschland angesichts des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels, es ist aber auch ein Gebot der Fairness gegenüber Ausländerinnen und Ausländern, die mit guten Qualifikationen zu uns kommen."

Eine wesentliche Verbesserung wird es bedeuten, dass ausländische Akademikerinnen und Akademiker nun einen Rechtsanspruch geltend machen können, über die Einstufung ihrer Qualifikation im Vergleich zum deutschen Hochschulabschluss verbindlich und zügig informiert zu werden. Zum anderen wird auch darüber Auskunft gegeben, wie bestehende Qualifikationsunterschiede ausgeglichen werden können.

Dazu die HRK-Präsidentin: "Das bedeutet einen großen Schritt in Richtung Teilanerkennung von ausländischen Hochschulqualifizierungen. Damit wird eine entscheidende Grundlage für den Ausbau möglicher Weiterqualifizierungsangebote gelegt. Hier sollten möglichst schnell Gespräche über vernünftige Konzepte und deren Finanzierung geführt werden. Die deutschen Hochschulen müssen an der Entwicklung und Umsetzung entsprechender Programme frühzeitig beteiligt werden. Die HRK befasst sich bereits mit diesen Fragen."

In Zusammenarbeit mit der Otto-Bennecke-Stiftung bieten die deutschen Hochschulen ausländischen Akademikerinnen und Akademikern bereits jetzt mehr als 25 Ergänzungsprogramme in so unterschiedlichen Bereichen wie Medizin, Ingenieurwissenschaften und Informationstechnologie an.


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