Bilanz-Tagung des HRK-Kompetenzzentrums Bologna

"Die Modellhochschulen haben im Rahmen des Kompetenzzentrums Bologna wertvolle Erfahrungen mit den Herausforderungen der Studienreform sammeln können. Die Entwicklung zu einem europäischen Hochschulraum ist eine große Chance zur Qualitätsverbesserung und Internationalisierung des Studiums", erklärte heute Professor Dr. Margret Wintermantel, Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), anlässlich der Abschlusskonferenz des mit Mitteln des Bundesbildungsministeriums geförderten Kompetenzzentrums Bologna in Bonn.

26.03.2007 Pressemeldung Hochschulrektorenkonferenz

"Als herausragend für eine erfolgreiche Umsetzung auf Bachelor und Master hat sich die Steuerung des Umstellungsprozesses auf hoher Leitungsebene in den Hochschulen erwiesen. Es hat sich gezeigt, dass es sehr sinnvoll ist, wenn Bologna-Koordinatoren den Reformprozess beratend begleiten."

Wintermantel zog eine positive Zwischenbilanz des Bologna-Prozesses: "In Deutschland werden mittlerweile 48 Prozent der Studiengänge im international-kompatiblen Bachelor-/Master-System angeboten, in den übrigen Studiengängen ist die Umstellung weit vorangeschritten. Drei Jahre vor dem Abschluss der Reform ist das ein beachtlicher Wert und viel besser als noch vor zwei Jahren zu hoffen war. Die deutschen Hochschulen haben die erste Strecke des Bologna-Prozesses erfolgreich zurückgelegt. Doch auch in den nächsten Jahren gibt es noch viel zu tun."

Die HRK-Präsidentin mahnte ein stärkeres finanzielles Engagement der Länder an: "Um die durch den Reformprozess gesteigerten Qualitätsansprüche zu sichern, benötigen die Hochschulen eine angemessene staatliche Finanzierung." Denn es habe sich gezeigt, dass entgegen den politischen Erwartungen die Bologna-Reform keine Entlastung ohne Qualitätsverlust brächte. "Wer gehofft hat, die akademische Ausbildung werde durch die Bologna-Reform billiger, hat sich nicht mit ihr befasst."

Die Generalsekretärin der HRK, Dr. Christiane Gaehtgens, machte deutlich, dass es in der zweiten Phase der Reform einen erheblichen Nachsteuerungsbedarf gebe. Sie forderte von den Hochschulen "einen flexibleren Umgang mit den Strukturvorgaben". Sie sollten die ihnen gegebenen "Spielräume mit der Dauer und Struktur sowie den Lehr- und Prüfungsordnungen nutzen."


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