Deutsch-Polnische Wissenschaftsstiftung nimmt Förderung auf

Die Deutsch-Polnische Wissenschaftsstiftung (DPWS) nimmt jetzt ihre Förderung auf. Die Stiftung unterstützt Vorhaben vorrangig im Bereich der Geistes-, Kultur- sowie der Rechts-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften. Projekte sollen in deutsch-polnischer Zusammenarbeit von Studierenden und Wissenschaftlern beider Länder entwickelt und umgesetzt werden. Empfänger der Förderung sind Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und sonstige wissenschaftliche Einrichtungen in Deutschland und in Polen. Für die Mittelvergabe sind Exzellenzkriterien entscheidend, sowie die Bedeutung der Projekte für die Verständigung zwischen Deutschen und Polen.

19.11.2008 Pressemeldung Bundesministerium für Bildung und Forschung

Anlässlich des Förderbeginns hob Bundesforschungsministerin Annette Schavan die Bedeutung der deutsch-polnischen Kooperation hervor. "Der Stiftung kommt eine Schlüsselrolle bei der Vertiefung der deutsch-polnischen Zusammenarbeit zu. Sie fördert den Dialog und die Verständigung zwischen unseren Ländern. Hiervon profitieren die Menschen in beiden Ländern und in ganz Europa."

Die Stiftung, die vom Bund und dem Land Brandenburg errichtet wurde, verfügt derzeit über ein Stiftungskapital von rund 50 Millionen Euro. Polen wird der Stiftung in den kommenden Jahren den Gegenwert von insgesamt fünf Millionen Euro zur Verfügung stellen. Anlässlich der Unterzeichnung des Regierungsabkommens im Juni 2008 hatten Bundesforschungsministerin Annette Schavan und die polnische Wissenschaftsministerin Barbara Kudrycka die Bedeutung der Deutsch-Polnischen Wissenschaftsstiftung unterstrichen.

Da die Bestimmungen des Abkommens zwischen den Regierungen Polens und Deutschlands über die Zusammenarbeit im Rahmen der Deutsch-Polnischen Wissenschaftsstiftung noch nicht in Kraft getreten sind und die polnische Seite ihren finanziellen Beitrag noch nicht geleistet hat, werden Projekte zunächst nur von Deutschland finanziert.

Zweck der DPWS ist die Förderung der Wissenschaft und der Völkerverständigung durch Unterstützung der deutsch-polnischen Zusammenarbeit zwischen Studierenden, Wissenschaftlern und Forschern beider Länder. Kuratorium, Vorstand und Beirat der Stiftung sind binational besetzt. Vorstandsvorsitzende ist die ehemalige Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth.

In der ersten Ausschreibungsrunde können bis zum 6. Januar 2009 Anträge auf Förderung gestellt werden.

Weitere Informationen und Formulare zur Antragstellung sind in beiden Sprachen verfügbar auf der Website der Stiftung unter www.dpws.de und www.pnfn.pl


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