Schavan:

"Die Exzellenzinitiative ist ein Schub für unsere Wissenschaft"

Die Ergebnisse für die zweite Phase der Exzellenzinitiative stehen fest. Elf Universitäten werden künftig für ihre Zukunftskonzepte gefördert: Bremen, Dresden, Köln und Tübingen sowie die Humboldt Universität Berlin kommen neu hinzu, weiterhin dabei sind die beiden Münchener Universitäten, die FU Berlin, Konstanz, Heidelberg und die RWTH Aachen. Zudem wurden 45 Graduiertenschulen und 43 Exzellenzcluster ausgewählt.

15.06.2012 Pressemeldung Bundesministerium für Bildung und Forschung

"Die herausragende Qualität der Bewerbungen zeigt: Die Exzellenzinitiative hat einen großen Schub für unser Wissenschaftssystem gebracht", sagte Bundesbildungsministerin Annette Schavan. "Sie hat zu einer stärkeren internationalen Sichtbarkeit unserer Hochschulen geführt. Unser Wissenschaftssystem wird heute weltweit sehr geschätzt und übt eine große Anziehungskraft aus." Allein zwischen 2005 und 2009 sei die Zahl der ausländischen Wissenschaftler in Deutschland um ein Drittel gestiegen.

Schavan verwies darauf, dass soeben ein so wichtiges Land wie Indien beschlossen hat, seine Universitäten dürften künftig nur noch mit den weltweit allerbesten ausländischen Hochschulen zusammenarbeiten. "Solche Beispiele zeigen, dass wir uns anstrengen müssen, wenn wir in der Weltspitze der Wissenschaft mitspielen wollen", betonte Schavan.

"Die Exzellenzinitiative hat auch die Hochschullandschaft insgesamt verändert", so Schavan. Sie habe Kreativität ausgelöst und zu einer Kultur der Kooperation geführt. "Davon profitieren die Studentinnen und Studenten. Sie haben Zugang zu hochklassigen Forschungskonzepten, guten Lehrangeboten und neuen Berufschancen in der Wissenschaft." Insgesamt werden die ausgewählten Hochschulen bis 2017 mit 2,7 Milliarden Euro gefördert, zu 75 Prozent vom Bund und zu 25 Prozent vom jeweiligen Land. Für die gesamte Exzellenzinitiative, die 2005 mit einer ersten Phase begonnen hat und bis 2017 läuft, stellen Bund und Länder somit 4,6 Milliarden Euro bereit.

In den nächsten Jahren werde es darum gehen, die Werte zu erhalten, die mit der Exzellenzinitiative geschaffen wurden, so Schavan. Damit der Bund sich hier dauerhaft engagieren könne, sei aber eine Grundgesetzänderung für die Wissenschaft nötig. "Auch im Hinblick auf das Auslaufen der Exzellenzinitiative 2017 haben wir im Mai im Kabinett einen Gesetzentwurf beschlossen, wonach sich der Bund künftig langfristig an Hochschulen engagieren darf. Das ist ganz wichtig für die Zukunft unseres Wissenschaftssystems." Schavan forderte die Länder auf, diesem Entwurf zuzustimmen.

Weitere Informationen zur Exzellenzinitiative finden Sie unter: www.bmbf.de/de/1321.php, eine Liste der geförderten Hochschulen unter: www.dfg.de/exzellenzinitiative, www.wissenschaftsrat.de/arbeitsbereiche-arbeitsprogramm/exzellenzinitiative


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