Die Zukunft liegt im Osten: Gründung der Baltic Sea Academy

Auf Initiative des Hanse-Parlaments, dessen Mitglieder 450.000 mittelständische Unternehmen aus allen Ostseeländern vertreten, wurde im Rahmen eines Senatsempfanges im Hamburger Rathaus am 22. Februar 2010 die Baltic Sea Academy gegründet. Dieses internationale Netzwerk der Lehre und Forschung ist einzigartig in Europa. Die 15 beteiligten Hochschulen und Universitäten aus 9 Ostseeländern bilden Unternehmernachwuchs aus und fördern nachdrücklich Innovationen in der mittelständischen Wirtschaft.

22.02.2010 Pressemeldung Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung Hansestadt Hamburg

Das Hanse-Parlament wurde 2004 in St. Petersburg von 19 Kammern des Ostseeraumes gegründet. Mittlerweile gehören zum Hanse-Parlament 45 Industrie-, Handels- und Handwerkskammern sowie mittelständische Wirtschaftsverbände aus allen 11 Ostseeländern, die in ihrer Gesamtheit rund 450.000 kleine und mittlere Unternehmen vertreten. Das Hanse-Parlament hat seinen Sitz in Hamburg-Blankenese. Ein zentrales Sekretariat fungiert als Think Tank; es entwickelt und testet neue Fördermaßnahmen für die mittelständische Wirtschaft, die dann von den Mitgliedskammern ostseeweit laufend realisiert werden.

Als zentrale Engpässe für die Weiterentwicklung der mittelständischen Wirtschaft in allen Ostseeländern und ebenso in Norddeutschland hat das Hanse-Parlament den wachsenden Nachwuchsmangel an Unternehmern und Führungskräften sowie großen Bedarf an Produkt- und Prozessinnovationen identifiziert. Um diese Wachstumsbarrieren zu beseitigen, beschreitet das Hanse-Parlament neue Wege. Am 22. Februar 2010 wurde im Hamburger Rathaus gemeinsam mit 15 Hochschulen und Universitäten aus Niedersachsen, Hamburg, Polen, Litauen, Lettland, Estland, Weißrussland, Russland, Finnland und Schweden die Baltic Sea Academy gegründet.

"Wir haben damit eine in Europa einzigartige Infrastruktur und internationale Kooperation zur Förderung der mittelständischen Wirtschaft geschaffen. Auf der einen Seite die Universitäten im Rahmen der Baltic Sea Academy und auf der anderen Seite das Hanse-Parlament mit 45 Kammern. Beide Netzwerke zusammen werden abgestimmt und passgenau die kleinen und mittleren Unternehmen fördern", stellt dazu der Vorsitzende des Hanse-Parlaments Dr. Jürgen Hogeforster fest.

Wissenschaftssenatorin Dr. Herlind Gundelach, die die Vertragsunterzeichnung begleitete und den Partnern ihre Urkunden überreichte, betont: "Wissenschafts- Wirtschaftsraum Ostsee müssen Hand in Hand gehen, damit die Ostseeregion ihre Stärken ausspielen kann. Die Gründung der Baltic Sea Academy ist wegweisend und schafft die Voraussetzungen für eine enge Vernetzung aller Partnerstaaten. Das Bespiel des Science Corridor zeigt, welches Potenzial in dieser Region vorhanden ist."

Die Hochschulen und Universitäten bilden gemeinsam in dualen Studiengängen Unternehmer und Führungskräfte aus und sichern damit den dringend benötigten Nachwuchs für die mittelständische Wirtschaft. Diese Mitglieder der Baltic Sea Academy übernehmen gleichzeitig in enger Kooperation mit den 45 Kammern Technologie- und Wissenstransfer sowie Aufgaben der Forschung und Entwicklung für die kleinen und mittleren Unternehmen. Nach Auffassung des Hanse-Parlaments ist der Ostseeraum auf dem besten Weg, zu einem leistungsstarken und innovativen Raum mit Weltgeltung zu werden. In dieser Wachstumsregion mit der südlichen Metropole Hamburg hat der Mittelstand herausragende Zukunftschancen. Hogeforster wörtlich: "Unsere Zukunft liegt im Osten. Wir müssen schneller und besser sein als der Rest der Welt. Hanse-Parlament und Baltic Sea Academy werden dazu beitragen, dass der Ostseeraum sich dynamisch entwickelt und in diesem traditionsreichen Wirtschaftsraum die kleinen und mittleren Unternehmen ihre Chancen nutzen können."

Die weitgesteckten Ziele dieses ehrgeizigen Projektes werden von der EU aus Mitteln des INTERREG Ostseeprogramms gefördert.

Kontakt:
Dr. Jürgen Hogeforster
Hanse-Parlament e.V.
Tel.: 822 447 0
Fax: 822 447 22


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden