Hochschulverwaltung

Doppelt so viele befristete Stellen in wissenschaftsunterstützenden Bereichen

"An den deutschen Hochschulen haben 23 Prozent der 160.000 in Sekretariaten, Verwaltungen, Bibliotheken, Labors und Werkstätten Beschäftigten nur einen befristeten Arbeitsvertrag. Das sind doppelt so viele wie im Rest der öffentlichen Verwaltung", kritisierte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Ute Kittel.

13.11.2017 Bundesweit Pressemeldung Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di)
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Das kritisierte Kittel in Berlin, zum Auftakt einer Veranstaltung ihrer Gewerkschaft gemeinsam mit der Kooperationsstelle Wissenschaft und Arbeitswelt der Technischen Universität Berlin. "Die prekäre Situation der wissenschaftlich Beschäftigten ist seit Jahren bekannt. Jetzt wird deutlich, dass auch die wissenschaftsunterstützenden Bereiche in einer Schieflage sind, die schnellstens beendet werden muss. Dafür brauchen wir die Hochschulleitungen und die Politik", sagte Kittel vor 150 Teilnehmer/innen einer Fachtagung im ver.di-Haus.

Bei der ersten großangelegten und von der Hans-Böckler-Stiftung geförderten Studie in diesem Bereich hatte ein Forschungsteam von Humboldt Universität Berlin und Technischer Universität Berlin drei Jahre lang Beschäftigte befragt und Interviews geführt. In den Ergebnissen wird deutlich, dass unfreiwillige Teilzeit in den wissenschaftsunterstützenden Bereichen der Hochschulen zum Alltag gehört. Gleichzeitig gibt es ein hohes Aufkommen an Überstunden und Mehrarbeit. Fast die Hälfte der Befragten arbeitet regelmäßig eine bis fünf Stunden wöchentlich mehr als vertraglich vereinbart. Ein weiterer Befund der Studie ist der Mangel an Anerkennung der Arbeit, während den Beschäftigten immer umfangreichere und komplexere Aufgaben abverlangt werden.


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