Ein Drittel der Finalisten im Spitzencluster-Wettbewerb des Bundes stammt aus Baden-Württemberg

"Das ist ein großartiger Erfolg für Wirtschaft und Wissenschaft im Land", kommentierten heute in Stuttgart Baden-Württembergs Wirtschaftsminister Ernst Pfister und Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg die Nachricht, wonach vier der insgesamt zwölf Finalisten im Spitzencluster-Wettbewerb der Bundesregierung aus Baden-Württemberg stammen. Dazu kommt ein weiterer Finalist einer länderübergreifenden Clusterinitiative aus der Metropolregion Rhein-Neckar, dessen Antrag zwar von einem Unternehmen mit Sitz in Rheinland-Pfalz eingereicht wurde, bei dem jedoch die Mehrzahl der Akteure dieses Clusters aus Baden-Württemberg kommen.

11.03.2008 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Die beiden Minister beglückwünschten die ausgewählten Cluster-Initiativen aus Baden-Württemberg und lobten die hohe Kompetenz und Kreativität der baden-württembergischen Bewerber sowie das weit reichende Engagement. "Es hat sich damit auch gelohnt, dass das Land den Wettbewerb von Anfang an aktiv begleitet hat." So fanden bereits vor der offiziellen Ausschreibung im September 2007 erste Informationsveranstaltungen des Landes statt.

Nach Frankenbergs Worten bietet der Wettbewerb den zum Zuge gekommenen Clustern aus Wirtschaft und Wissenschaft die Chance, sich international in der Spitzengruppe zu etablieren. "Der Cluster-Wettbewerb setzt international Maßstäbe und bestätigt mit diesem Ergebnis auch die herausragende Leistungskraft der Hochschulen und Forschungseinrichtungen im Land", so Frankenberg. Pfister betonte: "Durch die verstärkte Zusammenarbeit der Clusterakteure aus Wirtschaft, Wissenschaft sowie den Dienstleistern werden zentrale Herausforderungen angegangen und Innovationen beschleunigt. Die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Baden-Württemberg wird dadurch nachhaltig gestärkt."

Zuvor hatte das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) heute Mittag bekannt gegeben, welche Cluster-Initiativen eingeladen werden, im Rahmen der ersten Förderrunde des Spitzencluster-Wettbewerbs der Bundesregierung bis zum 5. Juni 2008 eine ausgearbeitete Strategie mit konkret definierten Projekten einzureichen. Aus Baden-Württemberg kommen insgesamt vier zum Zuge, nämlich

  • Zellbasierte & Molekulare Medizin in der Metropolregion Rhein-Neckar (BioRegion Rhein-Neckar-Dreieck e.V.)
  • Clusterinitiative "iRegion Karlsruhe – creating the net economy" (CyberForum e.V.)
  • Spitzencluster "Medizintechnik und Gesundheit Tuttlingen/Neckar-Alb" (BIOPRO Baden-Würtemberg GmbH)
  • Cluster MicroTEC Südwest (Mikrosystemtechnik Baden-Württemberg e.V. )

Und zusätzlich das

  • "Forum Organic Electronics in der Metropolregion Rhein-Neckar" (BASF Ludwigshafen), mit der Mehrzahl der Akteure aus Baden-Württemberg.

Zum Stichtag der Abgabe der Projektskizzen am 03.12.07 waren bundesweit insgesamt 38 Bewerbungen beim BMBF eingegangen, davon sieben aus Baden-Württemberg. Zusammen mit Bayern lag Baden-Württemberg damit mit Abstand an der Spitze im Vergleich der Bundesländer.

Die Auswahl der Finalisten erfolgte durch eine hochrangig besetzte, unabhängige Jury. Die Jury legte einen klaren und zugleich ambitionierten Bewertungsmaßstab an die Bewerbungen an. Das wird allein durch die Tatsache signalisiert, dass sie aus den reichlich vorgelegten Bewerbungen 15 Finalisten hätte auswählen können, aber sich schließlich auf zwölf Antragsskizzen konzentrierte. Aus den ausgewählten zwölf Finalisten werden nun bis zu fünf Spitzencluster ausgewählt, die über einen Zeitraum von fünf Jahren mit insgesamt bis zu 200 Millionen Euro gefördert werden können (pro prämiertem Cluster also ca. 40 Millionen Euro - die gewährte Fördersumme wird sich an den beantragten Projekten orientieren). Die Förderung umfasst einen Zeitraum von fünf Jahren. Die Bekanntgabe der ausgewählten fünf Spitzencluster soll im September 2008 erfolgen. Insofern stellt die Auswahl der zwölf Finalisten eine Zwischenetappe im Rahmen des gesamten Auswahlverfahrens dar.

Der Spitzencluster-Wettbewerb, das Flaggschiff der High-Tech-Strategie der Bundesregierung, umfasst drei Förderrunden und ist insgesamt mit 600 Millionen Euro dotiert. Thematische Vorgaben gibt es bei diesem Wettbewerb nicht. Grundlage der Förderung ist eine gemeinsame Strategie der Cluster-Akteure, die auf vorhandenen Stärken aufsetzt und auf die zielgerichtete Ausschöpfung zukunftsorientierter Entwicklungspotenziale ausgerichtet ist. Dabei wird die Berücksichtigung der gesamten Wertschöpfungskette – von der Idee bis zur wirtschaftlichen Verwertung – vorausgesetzt. Ziel des Wettbewerbes ist es, die Innovationskraft der leistungsfähigsten Cluster aus Wissenschaft und Wirtschaft in Deutschland zu stärken und sie auf dem Weg in die internationale Spitzengruppe zu unterstützen.

Pfister und Frankenberg abschließend: "Bereits jetzt steht fest, dass der Spitzencluster-Wettbewerb in Baden-Württemberg auf besonders fruchtbaren Boden gefallen ist, was sich gerade auch an der im Vergleich zu anderen Bundesländern großen Zahl von Bewerbungen ausdrückt. Der Innovationskraft des Landes wird damit ein zusätzlicher Schub verliehen. Dies war nur möglich, weil sich in den Cluster-Initiativen des Landes eine große Zahl von Unternehmen, Universitäten, Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen, landesweiten Netzwerke wie BIOPRO, MSTBW und M F G des Landes zusammengefunden und sich aktiv an der Erstellung der Antragskizzen beteiligt haben. Zudem haben sich viele regionale Netzwerk- und Cluster-Initiativen sowie regionale Wirtschaftsfördereinrichtungen im Rahmen dieses Wettbewerbes zu neuen Clustern zusammengeschlossen und konnten so ihre Potenziale sinnvoll bündeln.

Kontaktadressen der Finalisten aus Baden-Württemberg sowie aus der Metropolregion Rhein-Neckar

1. Spitzencluster "Medizintechnik und Gesundheit Tuttlingen/Neckar-Alb"
Kontakt:
BIOPRO Baden-Württemberg GmbH
Dr. Ralf Kindervater
Breitscheidstrasse 10
70174 Stuttgart
Tel.: 07 11/21 81 85-00
Fax: 07 11/21 81 85-02

2. Cluster MicroTEC Südwest
Kontakt:
Mikrosystemtechnik Baden-Württemberg e.V. (MST BW)
Peter Josef Jeuk
Geschäftsführung
Emmy-Noether-Straße 2
79110 Freiburg
Tel: 0761 897598-75
Fax: 0761 897598-78
Email: peter.jeuk@mstbw.de
web: www.mstbw.de bzw. www.microtec-suedwest.de

3. Cluster-Initiative "iRegion Karlsruhe - creating the net economy"
Kontakt:
CyberForum e.V.
Dipl. Wirtsch.-Ing. Elmar Buschlinger, Vorstandsvorsitzender
Haid-und-Neu-Str. 18
76131 Karlsruhe
Tel.: 0721 / 6183-330
E-mail: buschlinger@cyberforum.de
www.cyberforum.de

4. Antragsinitiative "´Zellbasierte & Molekulare Medizin´ in der Metropolregion Rhein-Neckar
Kontakt:
BioRegion Rhein-Neckar-Dreieck e.V.,
Dr. Ernst-Dieter Jarasch (Geschäftsführer)
Im Neuenheimer Feld 582
69120 Heidelberg
Tel. (06221) 64922-0
Fax (06221) 64922-15
E-Mail jarasch@bioregion-rnd.de
Web www.bioregion-rnd.de

5. "Forum Organic Electronics in der Metropolregion Rhein-Neckar"
Kontakt:
BASF Aktiengesellschaft
Dr. Karl-Heinrich Hahn
GVC – B9
67056 Ludwigshafen
Tel.: +49 621 6055262
Fax: + 49 621 6046923
E-Mail: karl-heinrich.han@basf.com

Bernhard Schweizer
Bereich Wissenschaft
Zukunft Metropolregion Rhein-Neckar e.V.
Vice President
Regionale Themen
SAP AG
Dietmar-Hopp-Allee 16
69190 Walldorf, Germany
T +49/6227/7-42254 F +49/6227/78-20039
M +49/171/308 52 73
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