Einheitliche Studiengebühren ab Wintersemester 2007/08 an den vier saarländischen Hochschulen

Gemeinsame Pressemitteilung des Ministeriums für Bildung, Kultur und Wissenschaft, der Universität des Saarlandes, der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes, der Hochschule der Bildenden Künste Saar und der Hochschule für Musik Saar

25.02.2006 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

Im Saarland wird es ab dem Wintersemester 2007/08 an den vier staatlichen Hochschulen, der Universität des Saarlandes (UdS), der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (HTW), der Hochschule für Musik Saar (HFM) und der Hochschule der Bildenden Künste Saar (HBK) einheitliche Studiengebühren geben. Darauf haben sich die saarländischen Hochschulleitungen geeinigt.

Grundlage der Einigung ist ein Stufenmodell. Es sieht vor, dass von den Studierenden im ersten und zweiten Hochschulsemester 300 Euro Studiengebühren pro Semester erhoben werden, von den übrigen Studierenden 500 Euro pro Semester.

Durch die Gebührendifferenzierung sollen die Studierenden in der Eingangsphase bei der Studienwahl und möglicher Neuorientierung unterstützt werden. Im Hinblick auf die individuelle Lebensgestaltung ist es geboten, dass ein Studienfachwechsel - wenn überhaupt - so früh wie möglich erfolgt: Dem trägt das Stufenmodell in besonderer Weise Rechnung.

Durch die Einführung von Studiengebühren werden die saarländischen Hochschulen die Lehr- und Lernbedingungen für die Studierenden entscheidend verbessern können. Selbst wenn man 20 Prozent für einen durch die Hochschulen zu finanzierenden Ausfallfonds sowie die anfallenden Verwaltungskosten in Rechnung stellt, bleiben den Hochschulen auf der Basis der derzeitigen Studierendenzahl zur Verbesserung der Studienbedingungen knapp 14 Mio. Euro jährlich mehr. Die zusätzlichen Einnahmen verteilen sich in etwa wie folgt: Universität 11 Mio. Euro, HTW 2,5 Mio. Euro. Die beiden künstlerischen Hochschulen kommen zusammen auf fast eine halbe Million Euro.

Wissenschaftsminister Jürgen Schreier: *Ich bin froh, dass wir uns auf das von mir vorgelegte Stufenmodell geeinigt haben. Das Geld bleibt bei den Hochschulen und wird nicht auf deren Grundfinanzierung angerechnet. Deshalb können sich die Hochschulen im Wettbewerb stärken und die Studienbedingungen verbessern."

Die Präsidentin der Universität des Saarlandes, Prof. Dr. Margret Wintermantel, begrüßt die Einigung über einheitliche Studiengebühren auf der Grundlage des Stufenmodells und legt besonderen Wert darauf, dass die Autonomie der Universität unangetastet bleibt. Unter dieser Voraussetzung hat in seiner heutigen Sitzung auch der Universitätsrat dem Gebührenmodell seine Zustimmung gegeben.

Dem Rektor der Hochschule der Bildenden Künste Saar, Prof. Ivica Maksimovic, ist das einheitliche Vorgehen besonders wichtig: *Mit unterschiedlichen Gebühren zwischen nur vier Hochschulen hätten wir uns wirklich keinen Gefallen getan. So etwas würde nur 'Kopfschütteln' hervorrufen. Auch deshalb bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden."

*500 Euro von Anfang an und für alle * wie es das ursprüngliche Modell von HTW und auch der Landesregierung vorgesehen hatte * wären mir zwar lieber gewesen", so der Rektor der Hochschule für Technik und Wirtschaft, Prof. Dr. Wolfgang Cornetz, *aber, um der Gemeinsamkeit willen, akzeptiere ich unser Ergebnis." *Nur 300 Euro waren für uns nicht akzeptabel. Damit hätten wir unsere Studienbedingungen nicht entscheidend verbessern können. Im Übrigen kann es auch nicht sein, dass die Universität alle anderen Hochschulen des Landes mit ihrer Entscheidung de facto bindet. Das passiert jetzt nicht", so Prof. Thomas Duis, Rektor der Hochschule für Musik Saar.


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