Elitenetzwerk Bayern

LMU München startet Internationales Doktorandenkolleg "Textualität in der Vormoderne" – zusammen mit den Universitäten Erlangen-Nürnberg, Regensburg, Würzburg und Eichstätt-Ingolstadt.

25.08.2004 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Die Ludwig-Maximilians-Universität München wartet zum Wintersemester 2004/2005 mit einem neuen Spitzenprogramm auf: Als federführende Universität bei zwei Elitestudiengängen und drei Internationalen Doktorandenkollegs schließt sich die Münchner Hochschule dem Elitenetzwerk Bayern an. Das Projekt "Textualität in der Vormoderne", das erste Internationale Doktorandenkolleg im geistes- und sozialwissenschaftlichen Bereich, fördert den herausragend qualifizierten wissenschaftlichen Nachwuchs in der philologischen Altertums-, Mittelalter- und Frühneuzeitforschung. Das Doktorandenkolleg zeichnet sich durch seine fachliche Breite und seinen universitätsübergreifenden Charakter aus: In einer Netzwerkstruktur sind außer München auch die Universitäten Erlangen-Nürnberg, Regensburg, Würzburg sowie die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt koordiniert. "Damit", betont Bayerns Wissenschaftsminister Thomas Goppel, "bauen die geisteswissenschaftlichen Fakultäten dieser Hochschulen ihre spezifischen Stärken zu einem internationalen Spitzenangebot aus". In dem Doktorandenkolleg soll der Wandel von der Sprach- zur Schriftkultur beim Übergang vom Mittelalter zur Vormoderne erforscht werden. Welche Auswirkungen es für die Prägung der abendländischen Kultur hatte, dass Menschen in breiteren Schichten zu lesen begannen, ist nur ein Aspekt dieses Themenkomplexes. Die Untersuchung der Folgen des damaligen Wandels erscheint in der heutigen Zeit des Übergangs von der Schrift- zur Medienkultur besonders relevant. Die Angebote des Kollegs richten sich an Doktoranden der Klassischen Philologie und Mittellatein sowie der sprach- und literaturwissenschaftlichen Anglistik, Germanistik und Romanistik. Es ermöglicht Doktoranden und Doktorandinnen unterschiedlicher Nationalität eine Phase hoch verdichteter wissenschaftlicher Arbeit in einem exzellenten Umfeld. Dabei verbinden sich intensive individuelle Betreuung und ein passgenaues Curriculum, an dem sich auch international hoch angesehene ausländische Gelehrte beteiligen. Das Elitenetzwerk Bayern ist ein bundesweit einmaliges Instrument der akademischen Spitzenausbildung, in dessen Rahmen zum Herbst an den bayerischen Universitäten zehn Elitestudiengänge und fünf Internationale Doktorandenkollegs starten. Das Projekt setzt damit einmalige Maßstäbe für Eliteförderung und bietet hochbegabten Studierenden und herausragenden Nachwuchswissenschaftlern beste Bildungschancen an den bayerischen Hochschulen. Weitere Exzellenzprogramme, um die sich die Universitäten des Freistaates mit neuen Elitestudiengängen und Internationalen Doktorandenkollegs beworben haben, befinden sich derzeit im Auswahlverfahren.


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