Forschung

Erster Schulleitungsmonitor

Der Schulleitungsmonitor der Universität Duisburg-Essen (UDE) gibt erstmals systematisch Auskunft darüber, welche konkreten Unterstützungsbedürfnisse Schulleitungen in Deutschland haben.

22.10.2018 Bundesweit Pressemeldung Universität Duisburg-Essen (UDE)
  • © www.pixabay.de

Eine der wichtigsten Erkenntnisse: Nur knapp die Hälfte der befragten Schulleitungen hat vor oder während des Amtseintritts eine verpflichtende Qualifizierung für ihre Leitungstätigkeit erhalten.

UDE-Projektkoordinatorin Dr. Jasmin Schwanenberg: „Wenn Schulleitungen über Fortbildungsbedürfnisse berichten, dann geht es um die Schulentwicklung – besonders wie man das Kollegium motiviert, sich auf Veränderungen einzulassen und wie man Instrumente der Schulentwicklung einsetzt.“

Die Ergebnisse zeigen weiter, dass die Schulform und der Standort offenbar kaum einen Einfluss auf die subjektiv eingeschätzten Bedarfe der Schulleitungen nehmen. Projektleiterin Dr. Esther Dominique Klein: „Interessant ist, dass weder der Standort der Schule, noch die formale Qualifikation der Schulleitungen einen großen Einfluss auf die Fortbildungsbedürfnisse haben.“

Die interne Situation der Schule ist dagegen sehr wichtig, so Klein: „Haben die Schulleitungen das Gefühl, dass z.B. die Kooperation in ihrer Schule gut klappt, und das Kollegium offen für Veränderungen ist, dann fühlen sie sich auch erfolgreicher und haben weniger Fortbildungsbedürfnisse.“

Die erste Online-Befragung fand im April/Mai 2018 statt. Alle Schulleiterinnen und Schulleiter an allgemeinbildenden Schulen der Bundesländer Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein wurden angeschrieben (N=12.511). Beteiligt haben sich 1.471 Schulleitungen (Rücklauf 12 %).

Gefördert wurde die Erhebung durch die Wübben-Stiftung, die die Ergebnisse kürzlich zusammen mit den Wissenschaftlerinnen in Berlin vorgestellt hat.


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