Erstes Konstanzer Wissenschaftsforum in der Landesvertretung Berlin

Der baden-württembergische Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg hat bei dem am 19. und 20. April in Berlin veranstalteten Konstanzer Wissenschaftsforums den engen Zusammenhang zwischen Freiheit und Kreativität in der Wissenschaft betont. "Die Kreativität unserer Hochschulen und ihrer Mitglieder ist unser größtes Kapital. Freiheit und Autonomie sind die wichtigsten Erfolgsbedingungen von Kreativität. Deshalb haben wir in den vergangenen Jahren die Handlungsspielräume der Hochschulen stetig vergrößert", sagte Frankenberg.

19.04.2007 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Die Hochschulen profitierten von den politischen Möglichkeiten, die das Land jüngst durch die Abschaffung des Hochschulrahmengesetzes im Zuge der Föderalismusreform gewonnen habe. "Wir haben bereits ein Gesetz auf den Weg gebracht, das den Hochschulen auf verschiedenen Feldern mehr Gestaltungsmöglichkeiten gibt, zum Beispiel bei der Auswahl der Studierenden. Außerdem führen wir Forschungs- und Lehrprofessuren ein; dies erlaubt es den Hochschulen, ihr Personal flexibler einzusetzen."

Auch der zweite Solidarpakt, in dem das Land den Hochschulen erneut langfristig finanzielle Planungssicherheit gewährt, sei ein Garant für die Entfaltung von Kreativität. "Institutionen brauchen finanzielle Mittel, um Kreativität zu entfalten. Globalhaushalte schaffen dabei den nötigen Spielraum", sagte Frankenberg.

Der Wissenschaftsminister betonte zugleich, dass der Staat Rahmenbedingungen setzen müsse. Diese müssten die Aufgabenerfüllung der Hochschulen sicherstellen, dürften aber deren kreative Potentiale nicht behindern. "Hochschule ist kein Selbstzweck. Als Institution hat sie Aufgaben, und diese bestimmen ihre Aktivitäten". Frankenberg verwies außerdem auf die Verantwortung der Hochschulen und Wissenschaftler gegenüber der öffentlichen Hand und den Steuerzahlern.

Frankenberg bezeichnete das Tagungsmotto "Kreativität ohne Fesseln" als ein gutes Thema für die ausrichtende Universität Konstanz, die ihrem Anspruch als Reformuniversität seit ihrer Gründung 1966 in bester Manier gerecht werde, "sei es bei der raschen Einführung der gestuften Studiengänge, sei es beim progressiven Umgang mit dem Modell der Juniorprofessoren". Der Minister lobte außerdem die Erfolge der Universität in der Exzellenzinitiative und bei der Einwerbung von Drittmitteln.


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