EU-Gelder für neue Technologie in den Bibliotheken der Humboldt-Universität

Mit knapp 3 Mio. Euro aus Berliner Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) fördert die Berliner Kulturverwaltung das Projekt "PROFILE HU" der Humboldt-Universität zur Entwicklung innovativer Dienst- und Serviceleistungen. Im Mittelpunkt des von 2008 bis 2012 dauernden Vorhabens steht die Einführung der RFID-Technologie (Radio Frequency Identification), einem Verfahren zur automatischen funkgestützten Identifizierung von Gegenständen wie z.B. Büchern, die mit einem entsprechenden "RFID-Tag" ausgestattet sind.

29.10.2008 Berlin Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Kulturstaatssekretär André Schmitz: "Für die nun bewilligte Förderung haben sich mein Haus und die Wirtschaftsverwaltung seit Jahren bei der EU eingesetzt. Das Geld für die Bibliotheken der Humboldt-Universität bedeutet einen immens wichtigen Schritt zur Modernisierung der Berliner Bibliothekslandschaft. Die RFID-Technologie verspricht besseren Service durch längere Öffnungszeiten und die Möglichkeit, personelle Kapazitäten von der Medienausleihe und -rückgabe in die Kundenberatung umzulenken."

Die Humboldt-Universität zu Berlin möchte im Zuge der Errichtung des Jakob- und Wilhelm-Grimm-Zentrums in der Geschwister-Scholl-Strasse (Nähe Bahnhof Friedrichstraße) und der Neuorganisation weiterer wichtiger universitärer Bibliotheken ihre Bestände mit RFID-Tags ausstatten, um Routinevorgänge zu automatisieren und neue Dienstleistungen zu ermöglichen. Vor allem die personalintensive Ausleih- und Rückverbuchung von Medien soll künftig in Selbstbedienung erfolgen. Arbeitsvorgänge sollen beschleunigt und die Mediensicherung verbessert werden. Das Projekt soll neue Beratungsdienste ermöglichen und vor allem die zeitliche Zugänglichkeit der Medienbestände durch erheblich erweiterte Öffnungszeiten grundlegend verbessern. Zugleich wird das Vorhaben, das einen in die Millionen Bände gehenden Medienbestand umfasst, die Potentiale dieser verhältnismäßig jungen Technologie aufzeigen und für interessierte Dritte zugänglich machen.


Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden