Exzellenzinitiative: Wissenschaftsminister und LRK-Vorsitzender ziehen positive Zwischenbilanz

Wissenschaftsminister Professor Dr. Peter Frankenberg und der Vorsitzende der Landesrektorenkonferenz, Professor Dr. Dr. h. c. Gerhart von Graevenitz, haben heute im Hinblick auf die Exzellenzinitiative eine positive Zwischenbilanz gezogen. "Die Initiative hat die Leistungsfähigkeit der Landesuniversitäten national und international deutlich sichtbar gemacht und im Land hunderte neuer Arbeitsmöglichkeiten für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler geschaffen", betonten sie vor Medienvertretern in Stuttgart. Der Wissenschaftsminister präsentierte eine Broschüre, die die erfolgreichen Projekte der Landesuniversitäten dokumentiert und erläutert.

10.11.2008 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Jobmotor Exzellenzinitiative

Der Wissenschaftsminister teilte mit, aus Mitteln der Exzellenzinitiative seien bislang rund 60 Professoren- und Juniorprofessorenstellen bewilligt worden. Weitere Stellen würden im Lauf der kommenden Jahre hinzu treten. Im wissenschaftlichen Dienst seien rund 560 Beschäftigungsverhältnisse begründet worden, in den Bereichen Verwaltung, Technischer Dienst und Wissenschaftliche Hilfskräfte rund 380.

"Die Exzellenzinitiative hat sich als Jobmotor erwiesen und an den Landesuniversitäten für einen Beschäftigungsboom gesorgt", so Frankenberg und von Graevenitz. Davon profitiere nicht nur die Forschung, sondern auch die Lehre. An den Graduiertenschulen seien überdies zahlreiche Plätze für den wissenschaftlichen Nachwuchs (Doktoranden und Post-Doktoranden) entstanden. Derzeit seien landesweit rund 860 Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler angemeldet. Die Exzellenzinitiative ermögliche auch neue Investitionen in Infrastruktur. An den Universitäten Freiburg, Heidelberg, Karlsruhe und Konstanz entstünden im Zusammenhang mit der Exzellenzinitiative mehrere Neubauten mit einem Volumen von rund 62 Mio. Euro.

Stärke des Hochschulsystems

Im Abschneiden der Landesuniversitäten in der Exzellenzinitiative zeige sich auch die Stärke des Hochschulsystems und der Hochschulpolitik in Baden-Württemberg, so der Wissenschaftsminister. "Wir haben für eine sichere und nachhaltige Hochschulfinanzierung gesorgt, wir haben moderne Leitungsstrukturen an den Hochschulen geschaffen, und wir haben exzellente Berufungen unterstützt. Dies waren wichtige Eckpfeiler des Erfolges in der Exzellenzinitiative", sagte Frankenberg. Das Land setze weiter darauf, den Universitäten beste gesetzliche Rahmenbedingungen zu verschaffen. Eigens für das Karlsruhe Institute of Technology (K.I.T.), das den Kern des Zukunftskonzepts der Universität Karlsruhe bilde, werde das Land eine gesetzliche Regelung treffen, die eine Fusion zwischen Forschungszentrum und Universität ermögliche.

Fortsetzung der Exzellenzinitiative

Frankenberg und von Graevenitz betonten, die Exzellenzinitiative habe an allen Universitäten neue Kräfte geweckt und sie darin bekräftigt, ihr Profil zu schärfen, ihre Stärken zu betonen und fachliche wie institutionelle Grenzen zu überwinden. Sie begrüßten, dass Bund und Länder im Rahmen der "Qualifizierungsinitiative für Deutschland" ihren Willen bekräftigt hätten, die Exzellenzinitiative fortzusetzen. Frankenberg betonte, bei einer Fortsetzung müsse an den bewährten Regeln festgehalten werden. "Über die Konditionen einer Fortsetzung wird zwischen Bund und Ländern noch gesprochen. Klar ist für mich, dass die wissenschaftliche Qualität das alleinige Erfolgskriterium bleiben muss", so Frankenberg. Wichtig sei außerdem, die Möglichkeit zu öffnen, erfolgreiche Projekte weiterzufördern und neuen Projekten eine Chance zu geben.

Broschüre "Forsch!" erschienen

Der Wissenschaftsminister präsentierte eine neue Broschüre des Wissenschaftsministeriums, die unter dem Titel "Forsch!" die erfolgreichen Projekte der Landesuniversitäten in der Exzellenzinitiative dokumentiert. Die Broschüre kann kostenlos bezogen werden bei der Pressestelle des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, Postfach 10 34 53, 70029 Stuttgart (Tel. 0711/279-3005). Sie ist auch auf der Homepage des Ministeriums www.mwk.baden-wuerttemberg.de als PDF abrufbar.

Die baden-württembergischen Universitäten haben in den beiden Runden der Exzellenzinitiative in den Jahren 2006 und 2007 herausragend abgeschnitten: 20 von insgesamt 85 bewilligten Anträgen für Graduiertenschulen, Exzellenzcluster und Zukunftskonzepte in den beiden Runden stammen aus dem Land. Baden-Württemberg stellt vier von bundesweit neun erfolgreichen Zukunftskonzepten ("Eliteuniversitäten"): Freiburg, Heidelberg, Karlsruhe, Konstanz. Die Universität Heidelberg ist gemeinsam mit der Freien Universität Berlin die erfolgreichste Hochschule in der Exzellenzinitiative, bezogen auf die Zahl der Projekte (bewilligt wurden das Zukunftskonzept, zwei Exzellenzcluster und drei Graduiertenschulen). Insgesamt entfällt aus beiden Runden eine Bruttofördersumme von rund 600 Millionen Euro auf Baden-Württemberg. Das entspricht fast einem Drittel des gesamten Programmumfangs von rund 1,9 Mrd. Euro. Drei Viertel der Fördermittel trägt der Bund, das andere Viertel das Land.


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