Niedersachsen

Forschungsprojekte werden mit rund 18 Millionen Euro gefördert

Zusätzliches Fördergeld und neue Projekte für die niedersächsische Wissenschaft: In seiner Sommersitzung hat das Kuratorium der VolkswagenStiftung aus dem "Niedersächsischen Vorab" insgesamt 18,3 Millionen Euro für Projekte an niedersächsischen Hochschulen und Forschungsinstitutionen bewilligt. Davon stehen 3,2 Millionen Euro für drei neue Vorhaben an der Universität Göttingen, an der Fachhochschule Emden/Leer und am Laser-Zentrum Hannover bereit.

25.06.2010 Pressemeldung Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur

Rund 13 Millionen Euro aus diesem kommen interdisziplinären Projekten zugute, jeweils rund 2,5 Millionen Euro gehen an Vorhaben aus den Natur- und den Ingenieurwissenschaften.

Die drei neu bewilligten Vorhaben:

Für eine Alexander von Humboldt-Professur für Physikalische Chemie an der Universität Göttingen werden 800.000 Euro bereitgestellt. Der aus Kalifornien berufene Professor Dr. Alec Wodtke ist ein ausgewiesener Experte auf dem Gebiet der Reaktionskinetik und leitet nebenamtlich auch die Abteilung Physikalische Chemie am Max-Planck-Institut für Biophysikalische Chemie in Göttingen. Zudem ist er als Gründungsdirektor für das in Göttingen geplante International Centre for Advanced Studies of Energy Conversion vorgesehen. Mit dem Fördergeld werden speziell für seine Forschungen konfektionierte Großgeräte beschafft und modernisiert.

Die Fachhochschule Emden/Leer erhält 907.000 Euro für den Aufbau des neuen Forschungsschwerpunkts "ROBUST" zur Routen- und Befrachtungsplanung für die Seeschifffahrt. Dabei soll vor allem auch der Einsatz von Wind als regeneratives Antriebssystem für Frachtschiffe geprüft werden. Erste Frachter fahren bereits nicht mehr nur mit Motorkraft, sondern nutzen den Wind mit Hilfe von neuartigen Segeln. Allerdings rechnen sich solche alternativen Antriebe derzeit nur auf bestimmten Routen. Mit Kooperationspartnern aus Industrie und Verwaltung soll erforscht werden, wie die ideale Kombination aus Route, Schiffsantrieb, Schiffsgeschwindigkeit und Befrachtung ermittelt werden kann, um die Energieeinsparpotenziale abzuschätzen und zu maximieren.

Für die interdisziplinäre Erforschung komplexer polymeroptischer Systeme am Laser-Zentrum Hannover stehen 800.000 Euro bereit. In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Institut für Kautschuktechnologie (DIK), das die polymerchemische Expertise für die geplanten Arbeiten ergänzt, sollen neue optische Phänomene auf Kunststoffstrukturen im Nanobereich (Millardstes Teil einer Maßeinheit erforscht, entwickelt, hergestellt und erprobt werden. Erwartet werden Ergebnisse, von denen auch die optische Industrie in Niedersachsen mittelfristig profitieren kann.

Bereits geförderte Projekte, die fortgeführt werden:

Die Fachhochschule Osnabrück erhält 176.000 Euro für den Forschungsschwerpunkt "KOMOBAR - Entscheidungsstrategien und Kommunikationsstrukturen für kooperierende mobile Arbeitsmaschinen in der Agrarwirtschaft". Davon werden Promotionsstipendien von jeweils dreijähriger Dauer für Fachhochschulabsolventen finanziert.

Die Außenstelle des Max-Planck-Instituts für Gravitationsphysik an der Universität Hannover erhält 168.000 Euro für Laser-Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Gravitationswellen-Experiment Advanced LIGO.

Der Forschungsschwerpunkt "IMoST - Integrated Modeling for Safe Transportation" des Forschungszentrums Sicherheitskritische Systeme der Universität Oldenburg in Zusammenarbeit mit dem Institut für Verkehrsführung und Fahrzeugsteuerung des DLR in Braunschweig wird mit rund 1,1 Millionen Euro unterstützt.

Die Translationsallianz Niedersachsen (TrAiN) erhält 5 Millionen Euro für Pharmaentwicklung. Beteiligt an dieser Forschungsallianz sind die die Medizinische Hochschule Hannover, das Helmholtz-Institut für Infektionsforschung in Braunschweig, das Fraunhofer-Institut für Toxikologie und Experimentelle Medizin in Hannover, die Leibniz Universität Hannover und die TU Braunschweig.

Für den Landesanteil der Exzellenzinitiative wurden 8.000.000 Euro bewilligt, die der MHH und den Universitäten in Göttingen und Hannover zugute kommen sollen.


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