Frankenberg auf USA-Reise: Nordamerika ist wichtigster Austauschpartner

Wissenschaftsminister Professor Dr. Peter Frankenberg hat die Bedeutung der wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Baden-Württemberg und den USA herausgestellt: "Mit rund 200 Hochschulpartnerschaften in den USA und Kanada ist Nordamerika für unser Land der wichtigste Austauschpartner. Die bestehenden Verbindungen gilt es durch eine verstärkte und projektbezogene wissenschaftliche Zusammenarbeit und neue Kontakte zu führenden amerikanischen Universitäten stetig zu ergänzen", erklärte Frankenberg auf seiner Reise in die US-Bundesstaaten Kalifornien, Oregon und Washington am 31. Mai in Oregon.

31.05.2005 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Durch Landesprogramme mit den USA und Kanada verfügen die baden-württembergischen Hochschulen über jährlich rund 960 gebührenfreie Studienplätze an amerikanischen Universitäten.

Frankenberg besucht Universitäten, Forschungseinrichtungen, Kulturinstitutionen und Unternehmen an der Westküste der USA, zum Beispiel die University of California at Los Angeles und die Stanford University sowie den West Coast Campus der Carnegie Mellon University im Silicon Valley. Die California State University ist über ein erfolgreiches Landesprogramm für den Studierendenaustausch mit Hochschulen in Baden-Württemberg lange verbunden. Für das Jahr 2005/2006 werden rund 65 Austauschstudierende aus der California State University erwartet. Im Gegenzug wird etwa die gleiche Zahl baden-württembergischer Studierender einen Teil ihrer Ausbildung an einem der 23 Standorte der California State University verbringen.

Ein Höhepunkt der USA-Reise von Frankenberg war der Besuch des NASA Ames Research Center bei San Francisco. Dort hat das einzige deutsch-amerikanische astronomische Weltraumforschungsprojekt SOFIA seinen Sitz. SOFIA - Stratosphären-Observatorium für Infrarot Astronomie - wird auf deutscher Seite von der Universität Stuttgart koordiniert. Das Projekt, in dessen Mittelpunkt ein Flugzeug - basiertes Infrarotspiegelteleskop steht, wird von der NASA und dem Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrum (DLR) gemeinsam getragen. Das in Deutschland hergestellte und in einen Jumbojet eingebaute Spiegelteleskop mit einem Durchmesser von 2,7 Metern soll ab dem Jahr 2006 regelmäßig zu Weltraumbeobachtungen in einer Höhe von 14.000 Metern aufsteigen und neue Erkenntnisse über die Entstehung und das Vergehen von Sternen und Planetensystemen ermöglichen. Dass die Universität Stuttgart den Zuschlag für die Projektdurchführung auf deutscher Seite erhalten habe, sei, "ein weiterer Beleg für die Vorrangstellung der Luft- und Raumfahrtforschung der Universität Stuttgart", so Frankenberg.

Der Minister wird seine USA-Reise in dieser Woche mit seinem Besuch der NAFSA-Konferenz in Seattle abschließen. Die NAFSA (National Association of Foreign Student Advisors - Association of International Educators) ist ein Dachverband der International Offices von Hochschulen in den USA und Kanada und bietet Informationsmöglichkeiten über ausländische Bildungssysteme und Austauschmöglichkeiten. Die Konferenz ist mit einer Job-Börse und einer Ausstellung verbunden, auf denen sich die Hochschulen präsentieren. Baden-Württemberg International bw-i hat in diesem Jahr erstmals die Konzeption für den Gemeinschaftsstand der Hochschulen des Landes übernommen, die hier seit 1997 regelmäßig vertreten sind. In Seattle wird Frankenberg wieder den traditionellen Baden-Württemberg-Empfang geben, auf dem er den Hochschulstandort Baden-Württemberg persönlich "vermarkten" und zahlreiche Freunde und Partner des Landes treffen wird. Außerdem wird er als Repräsentant der deutschen Wissenschaft und der deutschen Hochschulen Gespräche mit Partnern führen.


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