Frankenberg besuchte auf dem Gebiet der Computer- und Ingenieurwissenschaften führende US-Universitäten

Das transatlantische Projekt "InterACT" wird um drei Jahre verlängert, wobei das Land Baden-Württemberg die Weiterführung der Kooperation mit insgesamt 210.000 Euro unterstützt. Dabei arbeiten 18 Professoren der Universität Karlsruhe und der Carnegie Mellon University in Pittsburgh (CMU) sowie Nachwuchswissenschaftler und Studierende gemeinsam an Forschungsprojekten, die mit "InterACT" assoziiert sind. Das Projekt soll durch den Beitritt der Hongkong University of Science and Technology erweitert werden. Dies teilte Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg nach einem Gespräch mit dem Präsidenten der CMU Prof. Dr. Jared L. Cohon in Pittsburgh mit, an dem auch der Rektor der Universität Karlsruhe Prof. Dr. Horst Hippler teilnahm.

14.12.2006 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Vom 10. bis zum 13. Dezember hatte der Minister wissenschaftliche Einrichtungen in den USA besucht und Gespräche geführt. "Die USA sind für Baden-Württemberg der bedeutendste Wissenschaftspartner. Mit einer Reihe von US-Bundesstaaten bestehen jahrzehntelange Austauschabkommen. Auch im Studierendenaustausch über das Baden-Württemberg-Stipendium der Landesstiftung stehen die USA an erster Stelle", erklärte Frankenberg nach seiner Rückkehr am 14. Dezember in Stuttgart.

Vor allem die Pläne zur Umsetzung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) wurden bei den Gesprächen des Ministers diskutiert und von den Gesprächspartnern mit großer Aufmerksamkeit aufgenommen. KIT ist der zentrale Teil des Zukunftskonzepts der Universität Karlsruhe, mit dem sie in der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern erfolgreich war. Der Präsident der Carnegie Mellon University Jared L. Cohon hat sich bereit erklärt, im Advisory Board des KIT mitzuwirken. Das ist nach den Worten des Ministers ein großer Gewinn für KIT und für Baden-Württemberg. Rektor Hippler und Minister Frankenberg dankten Präsident Cohon für seine Unterstützung bei der Schaffung des KIT im Rahmen der Exzellenzinitiative.

In Hartford fanden bei einem Treffen mit der Leiterin des für das Hochschulwesen in Connecticut zuständigen Departments of Higher Education, Commissioner Valerie Lewis, und einem Besuch der University of Connecticut Gespräche über die Zusammenarbeit zwischen Baden-Württemberg und dem US-Staat speziell im Bereich des Studierendenaustauschs statt. Mit Vertretern der Yale University wurden vor allem das Konzept der Exzellenzinitiative und die Schaffung des KIT besprochen. Die Yale University verfügt wie Karlsruhe über ein Zentrum für Nanotechnologie. Mit dessen Leiter, Prof. Mark A. Reed, wurden Möglichkeiten der Zusammenarbeit diskutiert.

Während des Besuchs am Massachusetts Institute of Technology (MIT informierte sich Minister Frankenberg in einem Gespräch mit Vice President for Research and Associate Provost Professor Claude R. Canzares über die dortigen Organisationsstrukturen und Maßnahmen zur Qualitätssicherung. In allen Gesprächen, die Frankenberg führte, wurden die Informationen über die Exzellenzinitiative und die hohe Qualität der Universitäten Baden-Württembergs mit großem Interesse aufgenommen. "Ich habe hier vielfältige Unterstützung gerade für die Gründung des Karlsruher Instituts für Technologie mitgenommen", sagte Frankenberg.

Wissenschaftlicher Austausch mit den USA im Überblick:
Das Land Baden-Württemberg unterhält mit zahlreichen Bundesstaaten der USA langjährige wissenschaftliche Beziehungen. Darunter sind Connecticut, Oregon, California, North Carolina, Arizona und Massachusetts, mit dem Baden-Württemberg seit über vierzig Jahren verbunden ist. Daneben gibt es rund 200 bilaterale Kooperationsvereinbarungen, unter anderem der Hochschulen in Esslingen, Reutlingen, Ulm, Konstanz und Furtwangen mit der Kettering University in Flint, Michigan.

Über die Landesprogramme mit den USA verfügen die baden-württembergischen Universitäten über jährlich rund 760 gebührenfreie Studienplätze für ein akademisches Jahr; hinzu kommen rund 200 weitere derartiger Plätze im Rahmen bilateraler Vereinbarungen zwischen Universitäten. Das Wissenschaftsministerium setzt jährlich über 500.000 € zur Förderung der Zusammenarbeit mit den USA ein.

Von den rund 3.200 amerikanischen Studierenden in Deutschland haben knapp 800 Studierende eine Hochschule in Baden-Württemberg gewählt, damit studiert fast jeder vierte Amerikaner, der sich für Deutschland entscheidet, in Baden-Württemberg. Allein mit dem Baden-Württemberg-STIPENDIUM der Landesstiftung werden 140 Amerikaner, die nach Baden-Württemberg kommen, und 197 Baden-Württemberger, die in die USA gehen, mit einem Stipendium unterstützt.


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