Frankenberg knüpft wichtige Kontakte in den Vereinigten Arabischen Emiraten

Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg hat an der Eröffnung der "Gulf Education and Training EXPO" in Dubai teilgenommen, auf der Baden-Württemberg mit einem eigenen Stand vertreten ist.

07.04.2005 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

In Verbindung damit hat er in Abu Dhabi mit dem Minister for Higher Education and Scientific Research der Vereinigten Arabischen Emirate, Scheich Nahayan Mabarak Al Nahayan, ein Gespräch geführt, bei dem die Zusammenarbeit zwischen den beiden Staaten im Hochschulbereich ins Auge gefasst wurde. Dies teilte das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst am 7. April mit.

Bei einer Audienz beim Herrscher des Emirats Sharjah, Scheich Dr. Sultan Bin Mohamed Al Qasimi, der sich auch als Förderer von Kunst und Wissenschaft einen Namen gemacht hat, ging es vor allem um mögliche Kooperationen im Museumsbereich. "Denkbar ist vor allem der Austausch von Sonderausstellungen", sagte der Minister. Der Scheich interessierte sich vor allem für das Lindenmuseum Stuttgart - Staatliches Museum für Völkerkunde, das einen Schwerpunkt im Bereich Islamischer Orient hat. Die gegenwärtige Sonderausstellung hat den Titel "Der islamische Orient. Annäherung an eine Weltkultur". Darüber hinaus besitzt das Lindenmuseum eine der weltweit größten Koransammlungen und Sammlungen nichtreligiöser islamischer Schriften und ist Ausbildungsstätte von Restauratoren, vor allem für islamische Kulturgüter.

Eine weitere Station der Ministerreise war das "Knowledge Village" in Dubai. Dabei handelt es sich um ein Gebiet, in dem sich ausländische Wissenschafts- und Hochschuleinrichtungen steuerfrei und unabhängig von staatlichen Regularien ansiedeln können. Eine Vielzahl von englischen, australischen und indischen Hochschulen sind dort bereits vertreten. Das Village wird ergänzt durch die kürzlich eingerichtete Academic City, in der sich ausländische Hochschulen niederlassen können. Auch Baden-Württemberg prüft, hier in Kooperation mit anderen deutschen Hochschulen Studiengänge anzubieten. "Der Export von Bildungsangeboten trägt dazu bei, den Hochschulstandort Baden-Württemberg weltweit bekannt zu machen. Schon heute besteht die Tendenz, dass sich Hochschulbildung auch zu einem Export-Markt entwickelt - so wie dies heute bereits in den USA, in Großbritannien und Australien der Fall ist." Der Minister stellte heraus, dass es bereits mehrere Beispiele für baden-württembergische Aktivitäten dieser Art gebe. Er nannte die German University in Cairo, das Heidelberg Graduate Center in Santiago de Chile, das Deutsch-Chinesische Hochschulkolleg in Shanghai und die deutschsprachige Andrassy Universität in Budapest.

In Dubai besuchte der Minister auch das Freiburg Medical Laboratory, ein im Jahr 2001 vom Universitätsklinikum Freiburg eingerichtetes klinisch-chemisches Labor. Die Einrichtung ist eine erste Anlaufstelle für ausländische Patienten, die am Universitätsklinikum Freiburg behandelt werden wollen. Darüber hinaus bietet das Labor einheimischen Ärzten Spezialuntersuchungen auf universitärem Niveau an, die in den Vereinigten Arabischen Emiraten bislang nicht möglich sind.


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden