Frankenberg: Mehr Exzellenz in der wissenschaftlichen Forschung

Baden-Württemberg und die Gemeinsame Forschungsstelle der EU (Joint Research Centre, JRC) wollen "gemeinsam die Exzellenz in der wissenschaftlichen Forschung vermehren, die Ausbildung junger Wissenschaftler verbessern, den regionalen Beitrag Baden-Württembergs zur Errichtung des Europäischen Forschungsraumes verstärken und die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft vertiefen".

20.09.2004 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Dies erklärte der baden-württembergische Minister für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Professor Dr. Peter Frankenberg, am 20. September in Stuttgart, nachdem der amtierende Generaldirektor des Joint Research Centre und frühere Leiter des Instituts für Transurane in Karlsruhe, Dr. Roland Schenkel, kurz zuvor in Brüssel ein Rahmenabkommen mit dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg unterzeichnet hatte.

"Dadurch wird die Zusammenarbeit der Universitäten und Forschungseinrichtungen des Landes mit den sieben in ganz Europa angesiedelten Forschungsinstituten der JRC erleichtert und abgesichert", betonte Frankenberg. Für die Hochschulen werde es somit auch leichter und Erfolg versprechender, sich am EU-Forschungspro-gramm zu beteiligen und entsprechende Fördermittel einzuwerben.

Die Anregung zu einem solchen Abkommen mit dem Joint Research Centre (JRC) kam aus dem Kreis der Landesrektorenkonferenz der Universitäten, nachdem das Ministerium im März an der Universität Karlsruhe eine Präsentationsveranstaltung des JRC durchgeführt hatte, um die Wissenschaftler über die breit gestreuten Angebote zu möglichen europaweiten Kooperationen zu unterrichten.

Die wichtigsten Anwendungsbereiche der Rahmenvereinbarung zwischen Baden-Württemberg und der EU sind:

  • Ausbildung baden-württembergischer Doktoranden im JRC

 

  • Aufnahme von JRC-Stipendiaten an den Universitäten des Landes

 

  • gegenseitiger Austausch von Wissenschaftlern und Mitarbeitern und

 

  • Unterstützung gemeinsamer Bewerbungen für Forschungsprogramme auf europäischer Ebene oder weltweit.

Das JRC betreibt Grundlagenforschung und angewandte Forschung und liefert technisches Know-How für die Politik der Europäischen Union. Eine Hauptaufgabe der im JRC zusammengeschlossenen Forschungsstätten besteht in der Förderung des Technologietransfers, um die Wettbewerbsfähigkeit der Union zu stärken, einen europäischen Mehrwert zu generieren und die Gemeinschaftspolitik im Bereich der Innovation zu fördern.

Die Rahmenvereinbarung sieht vor, dass bereits bestehende und künftige projektbezogene Kooperationen einzelner Universitäten und Forschungseinrichtungen des Landes in diesen Rahmen aufgenommen werden. "Wir werden alle zwei Jahre eine Konferenz abhalten, um unsere Erfahrungen mit der Zusammenarbeit gegenseitig auszutauschen," so Minister Frankenberg.

Zum JCR gehören folgende Forschungsinstitute:

  • Institute for Reference Materials and Measurements (IRMM) in Geel, Belgien;

 

  • Institute for Transuranium Elements (ITU) in Karlsruhe, Deutschland;

 

  • Institute for Energy (IE) in Petten, Niederlande;

 

  • Institute for the Protection and the Security of the Citizen (IPSC) in Ispa, Italien;

 

  • Institute for Environment and Sustainability (IES) in Ispa, Italien;

Institute for Health and Consumer Protection (IHCP) in Ispa, Italien; Für die Forschungsförderung stehen der EU im 6. Rahmenprogramm (2002 - 2006) insgesamt 17,5 Mrd. Euro zur Verfügung. Am 5. EU-Rahmenprogramm (1998-2002, Gesamtvolumen: 14,9 Mrd. Euro) partizipierten allein die Hochschulen in Baden-Württemberg mit rund 156 Mio. Euro.


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