Frankenberg: Mehr Studierende sind willkommen

Die stark steigenden Studierendenzahlen sind nach Auffassung von Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg nur "durch gemeinsame Bemühungen von Land, Hochschulen und Wirtschaft in Baden-Württemberg zu bewältigen.

26.01.2006 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Dazu werden wir ein Sonderprogramm erarbeiten, das für eine ausreichende Zahl an Studienplätzen auch mit Blick auf den doppelten Abiturientenjahrgang 2012 sorgen wird." Diese erklärte Frankenberg am 26. Januar in Stuttgart. Dabei dürfe man nicht negativ von einem "Studentenberg" reden. Er sehe vielmehr die wachsende Zahl von Studierenden und Studienabsolventen als Chance für Wirtschaft und Gesellschaft, die "in Zukunft mehr höher qualifizierte junge Leute brauchen - mehr Studierende sind uns daher keine Last, sondern willkommen. Denn mehr hochqualifiziert Ausgebildete bilden die Basis für Innovation und Wirtschaftswachstum."

Die Landesregierung beschäftige sich seit dem vergangenen Frühjahr mit diesem "für die Hochschulpolitik zentralen Thema", betonte der Minister. Den Prognosen der Kultusministerkonferenz zufolge werden die schon bisher gestiegenen Studierendenzahlen - gegenwärtig rund 268.000 Studierende an den Hochschulen und Berufsakademien des Landes - in Baden-Württemberg bis 2012 weiter auf ca. 300.000 steigen. Wie die Hochschulen und Berufsakademien diese Herausforderung zusammen mit dem Land und der Wirtschaft bewältigen können, ist Thema eines Kongresses am 23. Februar in Stuttgart, zu dem Ministerpräsident Günther H. Oettinger eingeladen hat. Darauf folgende Regionalkonferenzen sollen die Lösungsstrategien entlang dem Qualifikationsbedarf vor allem der Wirtschaft konkretisieren.

Die Frage eines Beitrags des Bundes zu dem notwendigen Ausbau der Hoch-schulkapazitäten kann nach Frankenbergs Worten "nur entlang der klaren Kompetenzzuweisungen im Sinne der Föderalismusreform geschehen". Länder und Bund hätten darüber ein erstes Gespräch geführt. Der Minister betonte, es sei positiv, dass nun, anders als bei Ministerin Bulmahn, von Anfang an gemeinsam Initiativen entwickelt werden, anstatt den Ländern einseitig Programme vorzusetzen. "Bund und Länder müssen sich bei einem Hochschulpakt stringent an ihre Aufgabenteilung halten", betonte der Minister. Das erste Gespräch habe zur Sondierung des Machbaren gedient. Der Minister äußerte die Erwartung, dass in den weiteren Gesprächen etwa konkret die Forschung an Fachhochschulen oder die stärkere Gewinnung von Frauen für die Forschung in Natur- und Technikwissenschaften Gegenstand sein könnten, wie auch die Gewinnung ausländischer "High-potentials" für Wissenschaft und Forschung in Deutschland.


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