Frankenberg trifft EU-Forschungskommissar Janez Potočnik

Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg und EU-Forschungskommissar Janez Potočnik haben sich dafür ausgesprochen, das Budget für die europäische Forschung ab dem Jahr 2007 zu verdoppeln: So sollen für das 7. Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Union jährlich künftig rund zehn Milliarden Euro zur Verfügung stehen. Darin zeigten sich Frankenberg und Potočnik einig bei einem Treffen am 6. Juli in Brüssel.

06.07.2005 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

"Wenn wir Europa zu einem wettbewerbsfähigen und dynamischen Wirtschaftsraum machen wollen, der sowohl mit den USA als auch mit China und Indien konkurrieren kann, müssen wir die Europäische Union zu einer Innovationsgemeinschaft weiterentwickeln", betonte Frankenberg, der mit Potocnik sowohl in seiner Funktion als Wissenschaftsminister des Landes Baden-Württemberg als auch als Beauftragter des Bundesrates für den EU-Forschungsbereich sprach. "Die Forschung kennt keine Grenzen. Umso hinderlicher wäre es, wenn wir innerhalb Europas nicht alles tun würden, um die Exzellenz, Kooperation und Mobilität unserer Wissenschaftler zu stärken", forderte Frankenberg. Die Verdoppelung der Gelder sei nötig, weil sich die Zahl der Staaten innerhalb der EU durch den Beitritt der neuen Länder erhöht und die Laufzeit des Programms verlängert habe. Die Verdoppelung sei daher auch nötig, um den Status quo für Baden-Württemberg zu halten.

In seinem Gespräch mit Potočnik erörterte der Minister neben der Dotierung des 7. Forschungsrahmenprogramms auch die Möglichkeiten der baden-württembergischen Hochschulen, sich hieran zu beteiligen.

Nach Worten von Frankenberg müsse sich die EU-Förderpolitik auf die Themenfelder konzentrieren, für die die Leistungsfähigkeit der nationalen Forschungspolitiken nicht ausreiche und die für die Gesellschaft, Wirtschaft und Technologie der Europäischen Union entscheidend seien.

"Das für Europa gesteckte Ziel, drei Prozent des Bruttoinlandproduktes in Forschung und Entwicklung zu investieren, haben wir in Baden-Württemberg mit einer Quote von 3,9 Prozent bereits seit langem erreicht", sagte der Minister weiter. "Damit stehen wir neben Schweden, Bayern und der Region Ile de France an vorderster Stelle im regionalen Wettbewerb." Beeindruckend sei auch die hohe Beteiligung der baden-württembergischen Hochschulen in den EU-Forschungsprogrammen: Aufgrund der guten Leistungen habe sich die Mitteleinwerbung der Universitäten des Landes von 32,95 Mio. Euro im Jahr 2000 auf 41,25 Mio. Euro im Jahr 2004 erhöht. Frankenberg: "Ich bin optimistisch, dass diese Steigerung fortgesetzt werden kann."


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