Frankenberg würdigt Vorteile der neuen gestuften Studienstruktur

"Angesichts der Tatsache, dass schon bald 20.000 Ingenieure im Jahr in Deutschland fehlen werden, müssen alle Anstrengungen unternommen werden, um die Attraktivität der Technikberufe zu steigern. Ein wichtiger Beitrag dazu können die neuen gestuften Studiengänge nach dem Bachelor-/Master-Modell sein, weil dadurch wissenschaftlich ausgebildete Ingenieure nach überschaubarer Studienzeit für den Bedarf des gewandelten Arbeitsmarktes zur Verfügung stehen."

13.10.2004 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Dies erklärte Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg am 13. Oktober in Karlsruhe aus Anlass des im Kongresszentrum veranstalteten Symposiums "Wissenschaft macht Schule".

Nach Auffassung des Ministers müssen Schüler und insbesondere Schülerinnen "ermutigt werden, den Ingenieurberuf oder einen Beruf in den Naturwissenschaften zu ergreifen". Dazu gelte es in der Schule frühzeitig das Interesse an diesen Disziplinen zu fördern.

Auf Seiten der Hochschulen müsse der Anwendungsbezug des natur- und ingenieurwissenschaftlichen Studiums weiter verstärkt werden. Dies gelinge besonders gut mit dem gestuften BA-/MA-Modell. "Die Umstellung auf Bachelor- und Materabschlusse erleichtert die internationale Anerkennung der akademischen Leistungen und Grade, verbessert die Mobilität ausländischer und inländischer Studierender und steigert die Berufschancen deutscher Absolventen und Absolventinnen. Wir werden dafür auch bei den Unternehmen werben", betonte der Minister. Nicht von ungefähr habe die zweistufige Studienstruktur sich weltweit durchgesetzt.

Mit dem neuen Landeshochschulgesetz soll ab 2005 der Bachelor als Regelabschluss eingeführt werden. Auf dieser ersten Studienstufe erfolgt eine kompakte wissenschaftliche Grundausbildung von drei bis vier Jahren. Für den darauf aufbauenden Masterstudiengang (in der Regel 3 Semester) legen die Hochschulen bestimmte Profile fest mit einer stärkeren Anwendungs- oder Forschungsorientierung. Mit der Einführung dieser konsekutiven Studiengänge eröffnen sich auch für die Gestaltung der darauf aufbauenden Promotionsphase neue Möglichkeiten, nämlich Promotionsstudiengänge (Doktorandenkollegs) einzurichten und insgesamt die Studien- und die Promotionsphase besser aufeinander abzustimmen.

Bundesweit gibt es derzeit rund 1.250 BA-Studiengänge und 1.300 MA-Studiengänge, in Baden-Württemberg rund 225 BA-Studiengänge und 215 MA-Studiengänge.


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