Frankenberg zieht Bilanz zum Semesterbeginn

"Die Studentenwerke im Land haben bei der Schaffung von neuem studentischen Wohnraum hervorragende Arbeit geleistet. Dabei haben sie sich finanziell selbst bis an die Belastungsgrenze engagiert." Diese Bilanz zog Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg am 12. Oktober in Stuttgart.

12.10.2004 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Die baden-württembergischen Studentenwerke haben im vergangenen Jahr 891 neue Wohnplätze geschaffen, über 1.200 weitere Plätze befinden sich derzeit im Bau oder in der Planung. "Wir sind froh, dass das Land die Studentenwerke trotz der schwierigen Haushaltsbedingungen bei der Schaffung neuen Wohnraums durch Zuschüsse zu den Baukosten oder das Bereitstellen von Landesgrundstücken unterstützen konnte", sagte Frankenberg. "Dass es möglich war, neue Wohnplätze in wirtschaftlich schwierigen Zeiten in einer solchen Größenordnung zu schaffen, ist vor allem dem Engagement der Studentenwerke und hervorragenden Kooperationen, an denen auch Kommunen, Sponsoren und andere Geldgeber mitgewirkt haben, zu verdanken."

"Während im Bundesdurchschnitt auf 11,58 % der Studierenden ein öffentlich geförderter Wohnplatz kommt, hat Baden-Württemberg eine Versorgungsquote von 13,74 %. Dies ist ein vorzeigbares Ergebnis", so Frankenberg. Gleichwohl gebe es trotz aller Leistungen der Studentenwerke und des Landes zu Beginn des Wintersemesters wieder Engpässe auf dem studentischen Wohnungsmarkt. "Allein im Jahr 2003 hat das Land die Studentenwerke bei Wohnbaumaßnahmen mit 3,7 Mio. Euro unterstützt. Im Jahr 2004 wurden für Wohnbaumaßnahmen bisher Mittel in Höhe von 3,1 Mio. Euro bewilligt", sagte Frankenberg.

Die Förderung des Landes in diesem und im vergangenen Jahr erstreckt sich auf die folgenden Projekte:

Studentenwerk Heidelberg:

  • Erstellt wird ein Gebäude im Neuenheimer Feld 129 in Heidelberg mit 185 Wohnplätzen; der Neubau wird voraussichtlich zum WS 05/06 eingeweiht.

 

  • Das Land hat hierfür Mittel in Höhe von 500.000 Euro bewilligt.

 

  • Die Gesamtkosten belaufen sich auf 7,8 Mio. Euro.

Studentenwerk Karlsruhe:

Wohnheimneubau in Pforzheim:

  • Erstellt wurde ein Neubau mit 230 Wohnplätzen in der Hagenschießstrasse 1+3 in Pforzheim, der zum 1.9.2003 bezogen wurde.

 

  • Das Land hat hierfür seit 2002 Mittel in Höhe von 3,2 Mio. Euro bereitgestellt.

 

  • Die Gesamtkosten belaufen sich auf 7,2 Mio. Euro.

Wohnheimneubau in Karlsruhe:

  • Erstellt wurde ein Neubau in der Nancystrasse in Karlsruhe mit 236 Zimmern, Einweihung war im September 2004.

 

  • Die Gesamtkosten belaufen sich auf 7,8 Mio. ? (davon 250.000 ? als Spende von SAP-Gründer und FH-Hochschulratsmitglied Dietmar Hopp).

 

  • Das Land hat hierfür 500.000 ? und ein Landesgrundstück zu einem symbolischen Erbbauzins zur Verfügung gestellt.

Erwerb und Umbau des ehemaligen St. Anna-Hauses in Karlsruhe/Ost:

  • Der Gebäudekomplex wird sukzessive erworben und soll als studentisches Wohnheim mit 131 Wohnplätzen umgenutzt werden.

 

  • Der Erwerb eines ersten Gebäudes des Gesamtkomplexes erfolgte zum 1.7.2004; in diesem Gebäude entstehen 30 Wohnplätze, die zum WS 2004/2005 bezogen werden.

 

  • Für den Erwerb des ersten Gebäudes stellt das Land einen Förderbetrag von 200.000 Euro zur Verfügung.

 

  • Die Gesamtkosten belaufen sich auf 3,6 Mio. Euro.

Studentenwerk Mannheim:

  • Erwerb zweier Häuser in der Speyererstraße 39-41 in Mannheim mit 56 Wohnplätzen von der GBG Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft mbH, das voraussichtlich zum WS 2004/2005 bezogen wird.

 

  • Das Land hat sich an den Kosten zum Erwerb der Gebäude mit 500.000 Euro beteiligt.

 

  • Die Gesamtkosten belaufen sich auf 2,2 Mio. Euro.

Studentenwerk Stuttgart:

Erwerb eines Wohnhauses in der Kernerstraße 2 in Stuttgart:

  • Aus einem Insolvenzverfahren wurde ein Wohnhaus in der Kernerstrasse 2 in Stuttgart mit 55 Wohnplätzen erworben und zum 1.10.2003 bezogen.

 

  • Das Land hat sich an den Kosten des Erwerbs mit 400.000 Euro beteiligt.

 

  • Die Gesamtkosten beliefen sich auf 1,63 Mio. Euro.

Erwerb eines Wohnheims in der Alexanderstrasse 146 in Stuttgart:

  • In der Alexanderstrasse in Stuttgart wurde ein ehemals genossenschaftlich betriebenes Wohnheim mit 97 Wohnplätzen erworben. Die Zimmer können teilweise voraussichtlich zum WS 04/05 bezogen werden.

 

  • Das Land hat hierfür 625.000 Euro bewilligt.

 

  • Das Gesamtvolumen beläuft sich auf 2,85 Mio. Euro

Studentenwerk Ulm:

  • Erworben wurden die Wohngebäude Heilmeyersteige in Ulm der Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) und der Städtischen Wohnungsbaugesellschaft Ulm (UWS).

 

  • Es handelt sich um 507 Zimmer, die sukzessive bis Oktober 2006 erworben werden.

 

  • Gesamtvolumen: 13,7 Mio. Euro.

 

  • Das Land beteiligt sich hieran mit Fördermitteln in Höhe von 3,2 Mio. Euro.

Darüber hinaus hat das Land ein Projekt des Jugendwerks Aalen gefördert. Es handelt sich um einen Neubau mit 100 Wohnplätzen. Das Land hat in den Jahren 2002 und 2003 hierfür insgesamt eine Förderung in Höhe von 1 Mio. Euro gewährt.


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