Geschlechterquoten für die Wissenschaft

(hib/SKE) Die Bundesregierung soll nur noch die Forschungsinstitutionen fördern, die eine bestimmte Anzahl Frauen auf allen Hierarchieebenen beschäftigen. In einem Antrag ([16/5898](http://dip.bundestag.de/btd/16/058/1605898.pdf)) fordert die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen Sanktionen, falls sich die Wissenschaft nicht an bestimmte Quoten hält. Die Regierung soll finanzielle Anreize bieten.

05.07.2007 Pressemeldung Deutscher Bundestag

Grundlage soll nach dem Willen der Grünen ein Kaskadenmodell sein. Nach diesem Modell soll auf der jeweils nächst höheren Führungsebene ein jeweils so hoher Frauenanteil erreicht werden, wie auf der vorangehenden Ebene beschäftigt ist. Es solle ein Anteil von mindestens 40 Prozent jeden Geschlechts angestrebt werden, heißt es in dem Antrag.

In der vergangenen Zeit hätten insbesondere Wissenschafts- und Forschungsorganisationen auf die negativen Folgen von Geschlechterdiskriminierung hingewiesen, so die Grünen. Schlechte Karrierechancen für Frauen hätten dem deutschen Wissenschaftsbetrieb Kritik eingebracht. Auch auf europäischer Ebene gerate das Wissenschafts- und Forschungssystem ins Hintertreffen bei der geschlechterparitätischen Besetzung von Gremien und Entscheidungspanels.

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