GEW begrüßt Studierendenansturm auf Sachsen-Anhalts Hochschulen

Der GEW begrüßt den Studierendenansturm auf die Universitäten und Fachhochschulen des Landes. Der Landeschef der Bildungsgewerkschaft, Thomas Lippmann, schätzte ein: "Schlimm wäre gewesen, wenn sich die Tendenz des vergangenen Jahres fortgesetzt hätte. Nun hat sich nachholend der doppelte Abiturientenjahrgang des Vorjahres gemeldet. Das ist ein Glücksfall für das Land. Das Gegenteil wäre eine Katastrophe gewesen."

22.10.2008 Sachsen-Anhalt Pressemeldung GEW Sachsen-Anhalt

Eine erneute Diskussion über neue Numeri Clausi dürfe wie die über die Einführung von Studiengebühren gar nicht wieder aufgenommen werden, wenn man den positiven Trend auch zukünftig sichern wolle. Die GEW sieht in dem jetzigen Ansturm auf die Studienplätze ein gutes Signal, um zukünftig den Anteil der Hochschulzugangsberechtigten am Altersjahrgang zu steigern und dann auch zum Studium zu bewegen. "Wir brauchen jeden Studierenden für unser Land", sagte Lippmann.

Allerdings dürften der Finanz- und der Kultusminister wie die Landtagsfraktionen nun die Hochschulen nicht im Regen stehen lassen. "Die vollmundigen Finanzierungsversprechen für die Aufnahme des doppelten Abiturjahrgangs und für die Finanzierung des bundesweiten Hochschulpaktes müssen nun eingelöst werden." Das gelte auch für die Debatte für den kommenden Doppelhaushalt. Dabei gehe es auch um die entsprechende Qualität in den Bachelor- und Masterstudiengängen, die mit der Vergabe von Lehraufträgen nicht zu garantieren ist. Dazu gehöre gut qualifiziertes Stammpersonal für Lehre und Forschung.

Sollten die Hochschulen kurzfristig mehr Arbeitsvermögen mobilisieren wollen, gäbe es eine sehr schnell erschließbare Reserve, fügte Lippmann hinzu. Noch existiere der Tarifvertrag zur Verhinderung von Kündigungen in der Landeverwaltung (TV LSA), der die Arbeitszeit an den Hochschulen bis zu 7,5 Prozent absenke. Seit Juli ist dieser Tarifvertrag, der noch bis Ende 2009 läuft, mit einer Monatsfrist kündbar. Die GEW wäre für die Hochschulen sofort bereit, das Arbeitsvermögen wieder zur Verfügung zu stellen.

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GEW Sachsen-Anhalt

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