Gründung der Europe-China School of Law

Ein unter Leitung der Universität Hamburg (UHH) stehendes internationales Hochschulkonsortium hat vor wenigen Monatenden Zuschlag für eines der herausragenden EU-Projekte der kommenden Jahre im Bereich europäisch-chinesischer Rechtsdialoge erhalten. Im Auftrag der Europäischen Kommission und der Volksrepublik China wird das Hochschulkonsortium die Europe-China School of Law (ECSL) in Peking errichten. Anlässlich der konstituierenden Konferenz aller an diesem Projekt beteiligter Konsortialpartner in Hamburg begrüßt Wissenschaftssenator Jörg Dräger die Vertreter dieser Institutionen im Rahmen eines Empfangs im Gästehaus des Senats.

28.01.2008 Hamburg Pressemeldung Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung Hansestadt Hamburg

Bereits ab dem Wintersemester 2008/2009 wird an der ECSL in Peking ein zweijähriges Masterprogramm im Europarecht unterrichtet werden, das sowohl zum Erwerb eines chinesischen wie auch eines europäischen Mastertitels führen wird. In einem zweiten Modul sollen "Professional Trainings" im Bereich Rechtstaatsdialog für chinesische Richter, Staatsanwälte und Anwälte angeboten werden. Außerdem wird ein chinesisch-europäisches Forschungsund Beratungsinstitut errichtet, dessen Aufgabe es ist, die Reformen der chinesischen Gesetzgebung akademisch und beratend zu begleiten. Rund 25 Professorinnen und Professoren der Universität Hamburg, des Max Planck Instituts für ausländisches und internationales Privatrecht und der Bucerius Law School werden an der neuen Eliteuniversität unterrichten und damit maßgeblich das Deutschlandbild sowie das Rechtsverständnis zukünftiger chinesischer Entscheidungsträger mitprägen. Wissenschaftssenator Jörg Dräger: "Die Gründung der Europe-China School of Law stärkt die internationale Sichtbarkeit und das Renommee des Wissenschaftsstandortes Hamburg. Das Projekt ist ein Ausdruck der besonderen Hamburger China-Kompetenz. Hamburgs Rechtswissenschaftler werden den Ruf Hamburgs als das deutsche und europäische China-Kompetenzzentrum weiter stärken. Die Universität Hamburg hat nun als leitender Konsortialpartner die Chance, die ECSL zu einer international anerkannten und exzellenten Einrichtung rechtswissenschaftlicher Forschung und Lehre zu machen." Hintergrundinformation: Das Konsortium besteht aus:

  • Fakultät für Rechtswissenschaft der Universität Hamburg, Deutschland
  • China Universität für Politische Wissenschaft und Recht, China
  • Tsinghua Universität, China
  • Eötvös Loránd Tudományegyetem Universität, Budapest
  • Central European University, Budapest
  • Jagiellonian Universität, Krakau
  • Sciences Po, Frankreich
  • Universität Robert Schuman, Frankreich
  • Universität Bologna, Italien
  • Universität Autónoma, Spanien
  • Trinity College, Großbritannien
  • Universität Manchester, Großbritannien
  • Katholische Universität Leuven, Belgien
  • Universität Maastricht, Niederlande
  • Universität Lund, Schweden
  • China National Prosecutors College (Staatsanwaltskolleg), China

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