Hamburg

Hamburg reformiert Juristenausbildung: Notenverbesserungsversuch und internationale Ausrichtung werden gestärkt

Am morgigen Samstag, den 15. September, tritt ein Gesetz in Kraft, mit dem Notenverbesserungsversuche für Jurastudentinnen und Jurastudenten attraktiver werden und die internationale Ausrichtung der Juristenausbildung gestärkt wird. In Zukunft wird Hamburger Studentinnen und Studenten eine Teilnahme an einem internationalen "Moot Court" erleichtert. Bei einem "Moot Court" handelt es sich um einen Wettbewerb, bei dem Studenten ein ausgedachter Rechtsfall zugeteilt wird, in dem sie jeweils eine der Prozessparteien vertreten müssen. Die Studenten aus aller Welt messen in den dafür angesetzten Gerichtsverhandlungen ihre Argumente vor renommierten Rechtswissenschaftlern. In den vergangenen Jahren erzielten Hamburger Studenten beachtliche Erfolge.

14.09.2012 Pressemeldung Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung Hansestadt Hamburg

Justizsenatorin Jana Schiedek: "Im Rahmen der Gerichtsverhandlungen schulen die Studentinnen und Studenten ihre Rhetorik, anwaltliches Arbeiten und nicht zuletzt ihre Fremdsprachenkenntnisse. Durch die Gesetzesänderung wird eine Teilnahme an Moot Courts noch attraktiver."

Darüber hinaus werden Notenverbesserungsversuche zukünftig attraktiver. Bisher mussten Studentinnen und Studenten den Antritt des Referendariats bis zum Abschluss eines Verbesserungsversuches zurückstellen. In Zukunft können sie einen Verbesserungsversuch auch dann abschließen, wenn sie mit Beginn des Referendariats die Aufsichtsarbeiten absolviert haben. Das kann ihre Ausbildungsdauer um vier Monate verkürzen.

Justizsenatorin Jana Schiedek: "Viele Studentinnen und Studenten nutzen die Wartezeit fürs Referendariat, um ihre Note in der ersten juristischen Staatsprüfung zu verbessern. Durch die Neuregelung können sie früher als bisher ins Referendariat übernommen werden. Das macht den Verbesserungsversuch noch attraktiver."


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