Hartz IV für mehrere tausend Lehrer/innen?

Offenbar werden mehrere tausend fertig ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer Ende Juli arbeitslos. Das Kultusministerium hält bisher die Zahlen unter Verschluss, aber es ist damit zu rechnen, dass deutlich weniger als die Hälfte der Bewerber/innen für Grund-, Haupt- und Sonderschulen im nächsten Schuljahr unterrichten dürfen. In den Realschulen sind wohl die Einstellungschancen auf dem Niveau des Vorjahres und nur in Gymnasien und Beruflichen Schulen darf die Mehrheit des jungen Lehrernachwuchses mit einer Stelle rechnen.

26.06.2009 Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

"Viele wissen nicht, ob sie im Nachrückverfahren oder im nächsten Einstellungsverfahren neue Chancen haben werden. Nach dem Referendariat haben die jungen Lehrer/innen keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld, ihnen bleibt in der Regel nur die Möglichkeit einen Antrag auf Hartz IV zu stellen", sagte am Freitag (26.06.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

Die GEW schließt mit ihrer Telefon-Hotline ab Montag (29.06.) zur Lehrereinstellung eine Informationslücke. Die GEW-Expert/innen am Telefon geben unter anderem Informationen zum Einstellungsverfahren, zu den Auswahlkriterien, zum Nachrückverfahren, Vertretungsverträgen und der Einstellungssituation 2009 sowie informieren über die Wechselmöglichkeiten in andere Bundesländer oder ins Ausland.

Ansprechpartner

GEW Baden-Württemberg

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