Baden-Württemberg

Hochschulen auf Abiturjahrgang 2012 gut vorbereitet - auch im Hinblick auf Aussetzung der Wehrpflicht

"Das Land und seine Hochschulen sind auf die steigenden Studierendenzahlen bestens vorbereitet - auch unter Berücksichtigung der ausgesetzten Wehrpflicht. Das kann die Landesregierung den Schülerinnen und Schülern und ihren Eltern mit Fug und Recht versichern. Im Programm "Hochschule 2012" stellen wir bis zum Jahr 2012 insgesamt 20.000 zusätzliche Studienanfängerplätze zur Verfügung." Dies sagte Wissenschaftsminister Professor Dr. Peter Frankenberg heute im Vorfeld der Veranstaltung "Endspurt Abschlussjahrgang 2012 - Herausforderung und Chance", die heute (28. Januar) um 17 Uhr an der Universität Stuttgart stattfindet.

28.01.2011 Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Frankenberg betonte, da ein Bachelorstudium zwischen sechs und acht Semestern dauere, würden so insgesamt zusätzlich rund 70.000 Studienplätze geschaffen "Was wir gemeinsam mit unseren Hochschulen zusätzlich bereit stellen, entspricht einem Volumen von drei großen Universitäten - mit allen für das Studium notwendigen Kapazitäten für Übungen, Seminare und Vorlesungen". So werde das Land aus dem Programm gut 1.500 zusätzliche Professorinnen und Professoren finanzieren.

Das Wissenschaftsministerium rechne nach den aktuellen Modellrechnungen damit, dass die Zielzahl von 20.000 zusätzlichen Plätzen auch unter Einbezug der Aussetzung der Wehrpflicht ausreiche, um die Nachfrage in den Spitzenjahren 2011 bis 2013 zu decken. Momentan gehe das Ministerium von rund 4.000 bis 5.000 zusätzlichen Studierenden aus, die als Folge der Wehrpflicht in den Jahren 2011 und 2012 studieren wollen. Nach den derzeitigen Erkenntnissen biete das Programm Hochschule 2012 die dafür nötige Kapazität. "Klar ist aber auch: Sollten wir kurzfristig nachsteuern müssen, werden wir das tun", so der Minister.

"Wir schaffen neue Anfängerplätze vorrangig in Studienangeboten mit guten Perspektiven am Arbeitsmarkt. Im Vordergrund steht die Ausbildung in den Ingenieur- und Naturwissenschaften, aber auch in den Bereichen Wirtschaftswissenschaften, Wirtschaftsjura sowie die Heranbildung von Absolventinnen und Absolventen im Bereich der sozialen Dienstleistungen, für die ebenfalls ein wachsender Bedarf prognostiziert wird. Darüber hinaus werden wir es den Hochschulen ermöglichen, kurzfristig weitere Plätze in stark nachgefragten Bereichen zur Verfügung zu stellen", sagte Frankenberg.

Die Bereitstellung der zusätzlichen Kapazitäten sei ein organisatorischer, aber auch ein finanzieller Kraftakt, so der Minister weiter. Insgesamt würden bis zu 300 Millionen Euro jährlich investiert, um die Chancen des Abiturjahrgangs 2012 zu sichern, davon trage das Land 206 Millionen Euro, der Rest komme vom Bund. Der Ausbau der zusätzlichen Kapazitäten erfolge schrittweise in mehreren Tranchen. Die erste Tranche sei bereits im Jahr 2007 gestartet. Im Wintersemester 2010/2011 seien bereits 11.500 zusätzliche Studienanfängerplätze zur Verfügung gestanden. Weitere 6.900 würden im Studienjahr 2011/2012 eingerichtet. Für das Wintersemester 2012/2013 werden bis zum Sommer die Ausbauplanungen der Hochschulen für die restlichen 1.600 Plätze konkretisiert.

Hinweis für die Redaktionen:
Bei der Veranstaltung am 28. Januar um 17 Uhr an der Universität Stuttgart (Pfaffenwaldring 9) wird ein Vertreter des Wissenschaftsministeriums am Podium teilnehmen. Die Veranstaltung ist presseöffentlich. Ansprechpartnerin ist Frau Ursula Duppel-Breth ( und 07033-34367).

Weitere Informationen unter:
mwk.baden-wuerttemberg.de/themen/hochschulen/hochschule-2012/


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