Hochschulen aus dem Land haben mehr als 200 Mio. Euro aus dem 6. Forschungsrahmenprogramm der EU eingeworben

Die Hochschulen in Baden-Württemberg haben mit über 200 Mio. Euro bundesweit die meisten Drittmittel aus dem 6. Forschungsrahmenprogramm der EU eingenommen. Im deutschlandweiten Hochschulvergleich liegt die Universität Stuttgart mit 54 Mio. Euro an der Spitze. Dies teilte Wissenschaftsminister Professor Dr. Peter Frankenberg am 27. März in Stuttgart mit.

27.03.2009 Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

"Fünf der zehn erfolgreichsten deutschen Hochschulen im 6. Forschungsrahmenprogramm liegen in Baden-Württemberg. Das ist ein schöner Erfolg für unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, von dem das ganze Land profitiert", sagte Frankenberg. Der Minister zeigte sich zuversichtlich, dass ein ähnlicher Erfolg im 7. Forschungsprogramm möglich sei. Die Hochschulen im Land hätten bereits nach den ersten 2 Jahren aus dem progressiv gestalteten EU-Forschungsbudget über 12 Mio. Euro aus diesem Programm eingeworben.

Nach einer Studie des EU-Hochschulbüros Hannover / Hildesheim waren am 6. EU-Forschungsrahmenprogramm 14 Hochschulen im Land beteiligt, darunter alle Universitäten, die Hochschule Furtwangen, die Hochschule für Technik Stuttgart, die Hochschule der Medien in Stuttgart, die Hochschule Ulm und die Pädagogische Hochschule Ludwigsburg. Im deutschlandweiten Hochschulvergleich nahm die Universität Stuttgart mit insgesamt 54 Mio. Euro am meisten Drittmittel ein. Die Universität Heidelberg folgt auf Rang 5 mit 38 Mio. Euro. Rang 6 übernimmt die Universität Karlsruhe mit 36 Mio. Euro, die bei der Pro-Kopf-Einwerbung je Professur den bundesweit zweiten Platz einnimmt. Auf Rang 7 liegt die Universität Tübingen mit 34 Mio. Euro. Die Universität Freiburg liegt mit 28 Mio. Euro auf Rang 8.

Im Länderranking nimmt Baden-Württemberg den ersten Platz ein, gefolgt von Nordrhein-Westfalen, Bayern, Niedersachsen und Hessen. Im europäischen Vergleich liegt Deutschland mit knapp 1 Mrd. Euro Mittelakquise hinter Großbritannien (1,4 Mrd. Euro) und vor den Niederlanden (470 Mio. Euro), Italien (428 Mio. Euro) und Schweden (402 Mio. Euro).

Das 6. Forschungsrahmenprogramm der EU hatte eine Laufzeit von 2002 bis 2006 und ein Volumen von jährlich rund 5 Mrd. Euro. Das 7. Forschungsrahmenprogramm umfasst erstmals eine an den EU-Haushalt angepasste Laufzeit von 7 Jahren (2007- 2013). Insgesamt stehen rund 50,5 Mrd. Euro für die Forschungsförderung zur Verfügung. Erstmals wird dabei auch die Grundlagenforschung durch den neu gegründeten Europäischen Forschungsrat (ERC) unterstützt.


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