Baden-Württemberg

Hochschulräte: Arbeitgeberinteressen begrenzen

Die GEW Baden-Württemberg kritisiert, dass sich die Landesregierung nicht konsequent vom Leitbild der "unternehmerischen Hochschule" verabschiedet. Die Bildungsgewerkschaft schlägt vor, die Hochschulräte aus Repräsentanten unterschiedlicher gesellschaftlicher Interessengruppen zusammenzusetzen, die die Hochschulen beraten und nicht weitreichende Entscheidungen treffen können.

26.02.2013 Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

"Wir brauchen Räte, die demokratisch legitimiert sind, transparent arbeiten, der Öffentlichkeit rechenschaftspflichtig sind und zur Verantwortung gezogen werden können. Die Ratsmitglieder sollten gesellschaftliche Interessen zum Wohl der Allgemeinheit vertreten. Das geht nur, wenn der Einfluss der Arbeitgeberinteressen begrenzt wird", sagte Doro Moritz, Landesvorsitzende der GEW Baden-Württemberg am Dienstag (26.02.) in Stuttgart.

Die GEW begrüßt, dass ein rein mit externen Mitgliedern besetzter Hochschulrat als gesetzliches Regelmodell vorgesehen ist. "In einen Hochschulrat, der Entscheidungsbefugnisse hat, gehören keine Mitglieder dieser Hochschule. Die entscheiden dann ohne demokratische Legitimation sozusagen über sich selbst, statt objektiv zu beraten und zu kontrollieren", sagte Moritz.

In den Hochschulräten sind erfahrungsgemäß Arbeitgebervertreter stark überproportional und Arbeitnehmervertreter nur vereinzelt aufzufinden. Ein immer größerer Einfluss von Arbeitgeberinteressen auf die Entwicklung der Hochschulen sei durch den Verzicht auf Quoten zu befürchten. Um dieser Schieflage entgegenzuwirken, setzt sich die GEW für eine Mindestquote von Arbeitnehmervertreter/innen für jeden Hochschulrat ein.

Ansprechpartner

GEW Baden-Württemberg

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