HRK-Präsidentin appelliert an Verantwortung der Länder im Bologna-Prozess -

"Die Studienreform im Rahmen des Bologna-Prozesses ist von zentraler Bedeutung für Deutschlands Hochschullandschaft. Sie muss ein Erfolg werden", erklärte heute Prof. Dr. Margret Wintermantel, die Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), anlässlich eines Bologna-Symposiums von BMBF und KMK in Berlin. "Die Hochschulen modernisieren mit einer gewaltigen Leistung mehr als zehntausend Studiengänge. Sie schaffen klare Studienstrukturen und richten die Studiengänge auf den Kompetenzerwerb des Einzelnen aus."

18.01.2007 Pressemeldung Hochschulrektorenkonferenz

Wintermantel zog eine positive Bilanz: "Die deutschen Hochschulen blicken zum Jahresbeginn 2007 auf acht Jahre Bologna-Prozess zurück. Etwa die Hälfte der Studiengänge wird im neuen System angeboten, die Umstellung der übrigen ist weit fortgeschritten. Die Hochschulleitungen, die Lehrenden und Forschenden in den Fakultäten und Fachbereichen und die Hochschulverwaltungen leisten sehr gute Arbeit, und wir sind stolz auf das Erreichte. Natürlich kennen wir die verbleibenden Baustellen, denen wir uns intensiv widmen werden."

Um die Reform auch weiter erfolgreich gestalten zu können, benötigten die Hochschulen aber auch Unterstützung von anderer Seite: "Die Unternehmen müssen ihre Stellen weiter für Absolventen der neuen Studiengänge öffnen. Vor allem sind die Länder in der Verantwortung: Sie müssen die angemessenen, auch länderübergreifenden Rahmenbedingungen schaffen und die Kapazitätsverordnung durch flexiblere Regelungen ersetzen. Sie müssen für eine zuverlässige Finanzierung der Studienreform sorgen, denn der finanzielle Mehrbedarf, der durch den Bologna-Prozess verursacht wird, ist im Hochschulpakt nicht berücksichtigt. Sollten die Länder diese Rahmenbedingungen nicht sicher stellen, dann wäre die Umsetzung des Prozesses in Deutschland gefährdet."


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