Exzellenzinitiative

HRK-Präsidentin Wintermantel zur Exzellenzinitiative

Nachdem Wissenschaftsrat und Deutsche Forschungsgemeinschaft gestern bekannt gegeben haben, welche Universitäten aufgefordert werden, Vollanträge für die zweite Exzellenzinitiative auszuarbeiten, erklärte die Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Prof. Dr. Margret Wintermantel, in Berlin:

03.03.2011 Pressemeldung Hochschulrektorenkonferenz

"Ich gratuliere allen 32 Universitäten, die mit ihren Neuanträgen für Graduiertenschulen, Exzellenzcluster und universitäre Zukunftskonzepte die erste Hürde der zweiten Phase der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern genommen haben. 59 Neuanträge werden nicht nur in einen Wettbewerb untereinander eintreten, sondern auch in einen Wettbewerb mit den 85 erfolgreichen Vorhaben aus der ersten Exzellenzinitiative, von denen wohl nahezu alle einen Fortsetzungsantrag stellen werden.

Ganz besonders freue ich mich für die elf Universitäten, die im Wettbewerb bislang nicht mit Fördermitteln bedacht werden konnten, nun aber über ihre Neuanträge eine Chance erhalten: Dies sind die Universitäten in Bamberg, Chemnitz, Düsseldorf, Frankfurt/Oder, Halle-Wittenberg, Kaiserslautern, Oldenburg, Paderborn, Regensburg sowie in Braunschweig und Clausthal im Rahmen der Niedersächsischen Technischen Hochschule. Diese Liste zeigt, dass es nicht nur in den großen Universitäten hervorragende Forschung gibt.

Für die Fortführung der Exzellenzinitiative stehen in den Jahren 2012 bis 2017 insgesamt 2,7 Milliarden Euro für Spitzenforschung und Nachwuchsförderung zur Verfügung. Mittel, mit denen es den Hochschulen gelingen wird, weitere Schwerpunkte mit kritischer Masse aufzubauen und ihre Profile so zu schärfen, dass sie auch international wettbewerbsfähig sind. In der zweiten Phase der Exzellenzinitiative gibt es zudem eine deutliche Aufwertung der Lehre. Hiermit ist eine zentrale Forderung der HRK erfüllt worden. Spitzenhochschulen müssen in Forschung wie in Lehre überzeugen.

Die Exzellenzinitiative hat gezeigt, was Bund und Länder für das deutsche Hochschulsystem gemeinsam bewirken können. Sie hat eine beispiellose Dynamik in allen Universitäten ausgelöst. Dass 65 der insgesamt staatlichen 84 Universitäten in Deutschland allein für die zweite Runde insgesamt 227 neue Vorschläge eingereicht haben, macht dies mehr als deutlich. Alle Universitäten, die Antragsskizzen eingereicht hatten, werden von ihren strategischen Vorarbeiten profitieren und haben sich mit ihren Vorhaben in Stellung für anderweitige Förderung gebracht.

Umso wichtiger ist es, dass die Finanzierung zukunftsweisender Konzepte ab 2017 nicht versiegen darf. Es ist davon auszugehen, dass die Länder eine Dauerfinanzierung alleine nicht sicherstellen können. Nur gemeinsam mit dem Bund kann eine Exzellenzförderung langfristig so angelegt werden, dass immer wieder gute Konzepte verwirklicht werden können. In diesem Sinne sollten die Kooperationen zwischen Bund und Ländern nicht auf Ausnahmen beschränkt bleiben."


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