Immer mehr Internationale Studierende bereichern Hamburgs Hochschulen

Hamburgs Wissenschaftssenator Jörg Dräger hat heute die akademischen Leistungen herausragender internationaler Studentinnen und Studenten an den Hamburger Hochschulen mit einem Senatsempfang gewürdigt. Rund 150 Studierende aus 62 Ländern, folgten der Einladung ins Hamburger Rathaus. Der Empfang für ausländische Studierende, die sich durch herausragende Studienleistungen oder besonderes Engagement ausgezeichnet haben, fand bereits zum vierten Mal statt.

24.01.2008 Hamburg Pressemeldung Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung Hansestadt Hamburg

Derzeit sind an deutschen Hochschulen insgesamt 246.369, an Hamburger Hochschulen, mit einem Anteil von knapp 13 Prozent der über 70.000 Studentinnen und Studenten, 9.174 internationale Studierende eingeschrieben. Die Elbmetropole erfreut sich unter internationalen Akademikern stetig wachsender Beliebtheit. Allein zwischen den Jahren 2001 und 2006 verzeichneten die Hamburger Hochschulen mit einem Zuwachs von über elf Prozent 1.924 Studienanfänger aus dem Ausland. Ihr intellektuelles Potenzial, ihre Erfahrungen und Sichtweisen, ihre wissenschaftlichen Leistungen und ihr soziales, politisches oder kulturelles Engagement tragen zum internationalen Flair der Hansestadt wesentlich bei. Zugleich sind die internationalen Absolventinnen und Absolventen, die nach erfolgreichem Studium zurück in ihre Heimatländer gehen, wichtige Botschafter Deutschlands und Hamburgs.

Wissenschaftssenator Jörg Dräger: "Die wachsende Zahl internationaler Studierender in Hamburg ist ein Beleg für die wissenschaftliche Attraktivität der Hamburger Hochschulen. Wir befinden uns im internationalen Wettbewerb um die besten Köpfe weltweit. Wir wollen und brauchen internationale Talente zur Steigerung der Anziehungskraft und Innovationsfähigkeit Hamburgs!" Senator Dräger betonte allerdings in seiner Rede, dass Hamburg wie andere deutsche Regionen nicht nur an einem Fachkräftemangel leidet, sondern der fehlende akademische Nachwuchs auch vor Ort in wenigen Jahren zu einem Problem für die Wirtschaft werden könnte.

Die Bundesregierung schaffte für diese Gruppe im November 2007 die so genannte "Vorrangprüfung" ab. Die neue Verordnung ermöglicht künftig internationalen Hochschulabsolventinnen und –absolventen deutscher Hochschulen schneller und leichter eine Arbeitsstelle entsprechend ihrer Qualifikation anzutreten, da nicht mehr von Amts wegen geprüft wird, ob ähnlich qualifizierte und bisher bevorrechtigte Arbeitssuchende dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen.

Senator Dräger appellierte zugleich an die Hamburger Wirtschaft, sich weiter zu engagieren und nicht nur Praktikumsplätze für ausländische Studierende zur Verfügung zu stellen, sondern auch ausländische Absolventen in den Betrieb zu integrieren: "Bisher haben viele internationale Talente einen Bogen um die deutschen Hochschulen gemacht, da ihnen in Deutschland eine längerfristige berufliche Perspektive fehlte. Dank der Abschaffung der Vorrangprüfung können nun auch mehr vielversprechende Talente aus dem Ausland mit internationaler Erfahrung und Kenntnissen für die Metropolregion Hamburg gewonnen werden.

Die Zahl der ausländischen Studierenden ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen: So kamen vor zehn Jahren nur 5.883 Studierende an Hamburger Hochschulen aus dem Ausland, das entspricht 8,8 Prozent. Vor fünf Jahren kamen bereits 7.977 Studierende aus dem Ausland, das entspricht 12,0 Prozent.

Im Wintersemester 2006/07 studierten in Hamburg 9.174 Studierende aus ca. 140 Ländern, davon 4.920 Frauen und 4.254 Männer. Die ausländischen Studierenden machen 12,96 Prozent der 70.761 Hamburger Studierenden aus. Die zehn häufigsten Herkunftsländer in 2006 waren: Türkei, Polen, Russische Föderation, China, Ukraine, Iran, Bulgarien, Österreich, Kamerun und Griechenland.


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