HRK-Mitgliederversammlung

Informationskompetenz auf allen Ebenen der Hochschule sichern

Die digitale Entwicklung betrifft die Hochschulen in besonderer Weise. Sie müssen die Informationskompetenz ihrer Mitglieder auf allen Ebenen gewährleisten, so eine jetzt veröffentlichte Entschließung der HRK-Mitgliederversammlung. Die Hochschulleitungen haben dabei nicht nur Lehre und Forschung im Blick, sondern auch die hochschulinternen Abläufe.

10.12.2012 Pressemeldung Hochschulrektorenkonferenz

Die vorgeschlagenen Maßnahmen im Einzelnen:

Studienangebote, die die Informationskompetenz der Studierenden fördern, sollen verstärkt curricular verankert und möglichst flächendeckend angeboten werden. Die entsprechenden Lehrveranstaltungen sollen mehr als bisher aufeinander abgestimmt werden.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sollen, je nach Anforderungen, vermehrt Fortbildungen und Trainings mit Blick auf Lehre und Forschung durchlaufen. Qualifizierungsmaßnahmen sollen beispielsweise stärker in den Curricula der Graduierten- und Postgraduiertenbildung verankert werden. An den Hochschulleitungen ist es, für passende Qualifizierungsangebote zu sorgen und Kompetenznetzwerke zu unterstützen.

Damit diese Aufgaben kontinuierlich im Rahmen des hochschulinternen "Governance"-Prozesses verfolgt werden können, muss nach Überzeugung der HRK-Mitgliederversammlung eine Person in der Hochschulleitung für die Themen "Informationsinfrastruktur" und "Stärkung der Informationskompetenz" verantwortlich und Ansprechpartnerin bzw. Ansprechpartner sein.

Was die Dienstleistungen der Hochschule angeht, wird insbesondere empfohlen, dass die in den Hochschulbibliotheken und Rechenzentren Tätigen ihre Kompetenzen überall so entwickeln, dass sie die Forschenden beim Datenmanagement optimal unterstützen können.

Die HRK sieht sich für die bundesweite strategische Koordination des Handlungsfeldes "Informationskompetenz" künftig verantwortlich. Um das Zusammenwirken an der Schnittstelle zwischen den Fakultäten bzw. Fachbereichen einerseits und den Bibliotheken und Rechenzentren andererseits zu verbessern, richtet die HRK eine Arbeitsgruppe ein, die Prozesse an dieser Schnittstelle jeweils mit Blick auf ausgewählte Fächer in regelmäßigen Zeitabständen begleitet und Vorschläge zur Verbesserung der Zusammenarbeit formuliert.

Die Mitgliederversammlung verwies darauf, dass für den Aufbau der notwendigen Strukturen die finanzielle Unterstützung von Bund und Ländern gebraucht werde.

Zusammenfassung und Text der Entschließung auf hrk.de/


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