Internationale Bildungsindikatoren im Ländervergleich 2008

"Die heute veröffentlichten Bildungsdaten unterstreichen die hervorragende Position des Hochschullandes Baden-Württemberg im nationalen Vergleich". Mit diesen Worten kommentierte Wissenschaftsminister Frankenberg die heutige (10. September) Gemeinschaftsveröffentlichung der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder "Internationale Bildungsindikatoren im Ländervergleich 2008".

10.09.2008 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Frankenberg betonte, dass bei den Ergebnissen die Berufsakademien, die demnächst Hochschulstatus erhielten, noch nicht berücksichtigt seien. "Werden die Berufsakademien eingerechnet, liegt die Studienanfängerquote im Land bei 43 Prozent und die Absolventenquote bei 26 Prozent, im Bundesvergleich der beste Wert eines Flächenlandes"

Eine Spitzenposition nehme Baden-Württemberg auch bei der Zahl der Hochschulabschlüsse in naturwissenschaftlich- mathematisch- technischen Fächern ein. Frankenberg: "Rund 34 Prozent der Hochschulabschlüsse entfallen auf diese Fächer. Damit liegen wir nicht nur über dem Bundesdurchschnitt, sondern gehören auch im internationalen Vergleich zur Spitze".

Mit dem Programm "Hochschule 2012" setze das Land beim Ausbau von Studienplätzen verstärkt auf naturwissenschaftliche und technische Fächer. "Baden-Württemberg braucht insgesamt mehr hochqualifizierte Absolventinnen und Absolventen. Deshalb werden wir die notwendigen Ausbildungskapazitäten schaffen", so der Wissenschaftsminister. Das Land werde im übrigen weiter in seinen Bemühungen fortfahren, zunehmend Frauen für naturwissenschaftliche und technische Fächer zu gewinnen.

Skeptisch äußerte sich der Wissenschaftsminister zu einer internationalen Vergleichbarkeit der OECD-Daten im Rahmen der gestern veröffentlichten Studie "Bildung auf einen Blick": "Die Bildungssysteme weisen von Land zu Land starke Unterschiede in Qualität und Struktur auf", so Frankenberg. Die hohe Qualität der dualen Ausbildung in Deutschland bleibe in der Studie unberücksichtigt.


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