Internationale Strategie der HRK zielt auf die Transnationalität der Hochschulen

Die Mitgliederversammlung der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hat gestern in Dortmund ein Strategiepapier zur Rolle der Hochschulen im Globalisierungsprozess verabschiedet.

19.11.2008 Pressemeldung Hochschulrektorenkonferenz

"Die Hochschulen haben eine zentrale Rolle im Prozess der Globalisierung. Höhere Bildung und hervorragende Forschungsleistungen sind der Schlüssel für den Einzelnen wie die Gesamtgesellschaft, um die Balance zwischen Chancen und Risiken des Globalisierungs­prozesses herzustellen," sagte HRK-Präsidentin Wintermantel nach der Mitgliederversammlung in Dortmund.

Die Flexibilität und Wettbewerbsfähigkeit des nationalen Hochschulsystems werde entscheidend dafür sein, ob eine Gesellschaft den Anschluss an internationale Entwicklungen halten könne. Daher müssten sowohl die einzelnen Hochschulen als auch das Hochschulsystem als Ganzes aktiv mit den Herausforderungen des Globalisierungsprozesses im Bereich der wissenschaftlichen Lehre und Forschung umgehen.

"Es ist eine entscheidende Aufgabe der Hochschulleitungen, auf der Grundlage der Mission und des Profils ihrer Institution eine solche Internationalisierungsstrategie zu entwickeln, die die Transnationalität der Hochschule als ganzer zum Ziel hat."

Dabei ergeben sich im Prozess der Internationalisierung folgende zentralen Ziele:

  • Internationalisierung auf Leitungsebene professionell managen und eine Internationalisierungsstrategie entwickeln
  • Internationalität transparent machen, messen und vergleichen und hochschulinterne Anreize für Internationalisierung setzen
  • Die Interessen der deutschen Hochschulen bei der Entwicklung internationaler Standards durchsetzen
  • Die Interessen der deutschen Hochschulen an strategisch wichtigen Orten im Ausland vertreten und deutsche Studienangebote und Hochschulen im Ausland aufbauen
  • Den Europäischen Hochschul- und Forschungsraum gestalten
  • Ausländische Hochschulen zu starken Partnern der deutschen Hochschulen machen und international Verantwortung wahrnehmen
  • Die Mobilität und Interkulturalität von Studierenden und Wissenschaftlern verbessern
  • Für ein Studium, eine Promotion bzw. Forschertätigkeit an deutschen Hochschulen werben
  • Ausländische Studierende, Doktoranden und Forscher professionell betreuen

(Text der Entschließung in der Anlage)


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