Internationale Studierende bereichern Hamburgs Hochschulen

Hamburgs Wissenschaftssenator Jörg Dräger hat heute die Leistungen herausragender internationaler Studentinnen und Studenten an den Hamburger Hochschulen mit einem Senatsempfang gewürdigt. Rund 250 Gäste aus mehr als 60 Ländern folgten der Einladung ins Hamburger Rathaus. Der Empfang für ausländische Studierende, die sich durch herausragende Studienleistungen oder besonderes Engagement ausgezeichnet haben, fand bereits zum dritten Mal statt.

28.11.2006 Hamburg Pressemeldung Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung Hansestadt Hamburg

Rund 9.100 ausländische Studierende an Hamburger Hochschulen bereichern die weltoffene Metropole Hamburg. Ihr intellektuelles Potenzial, ihre Erfahrungen und Sichtweisen, ihre wissenschaftlichen Leistungen und ihr soziales, politisches oder kulturelles Engagement tragen zum internationalen Flair der Hansestadt wesentlich bei. Zugleich sind die internationalen Absolventen, die nach erfolgreichem Studium zurück in ihre Heimatländer gehen, wichtige Botschafter Deutschlands und Hamburgs.

Wissenschaftssenator Jörg Dräger: „Wir befinden uns im Wettbewerb um die besten Köpfe weltweit. Wir wollen und brauchen Sie als internationale Talente in Hamburg!“ Senator Dräger unterstrich, dass in Hamburg bis zu 15 Prozent der Studienplätze für internationale Studienbewerber vergeben werden können – und damit dreimal so viele wie früher.

Senator Dräger appellierte zugleich an die Hamburger Wirtschaft, sich weiter zu engagieren und nicht nur Praktikumsplätze für ausländische Studierende zur Verfügung zu stellen, sondern auch ausländische Absolventen in den Betrieb zu integrieren: „Hamburger Unternehmen sollten sich das wachsende Potenzial der internationalen Absolventen der Hamburger Hochschulen nicht entgehen lassen.“

Im Wintersemester 2005/06 studierten in Hamburg 9.094 Studierende aus 147 Ländern, davon 4.885 Frauen und 4.209 Männer. Die ausländischen Studierenden machen 13,1 Prozent der rund 70.000 Hamburger Studierenden aus. Die zehn häufigsten Herkunftsländer in 2005 waren: Türkei, Polen, Russische Förderation, China, Ukraine, Bulgarien, Österreich, Kamerun, Griechenland und Korea. Die Zahl der ausländischen Studierenden ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen: So kamen vor zehn Jahren nur 5.547 Studierende an Hamburger Hochschulen aus dem Ausland, das entspricht 8,5 Prozent. Vor fünf Jahren kamen bereits 7.977 Studierende aus dem Ausland, das entspricht 12,0 Prozent. Senator Dräger: „Die wachsende Zahl ausländischer Studierender in Hamburg ist ein Beleg für die internationale Attraktivität der Hamburger Hochschulen.“

Hamburg wurde für die gute Betreuung ausländischer Studierender bereits mehrfach mit dem Preis des Auswärtigen Amtes ausgezeichnet. 2002 erhielt den Preis das Projekt HOPIKOS, das in Wochenendseminaren deutschen und ausländischen Studierenden ein interkulturelles Training als Zusatzqualifikation anbietet. In diesem Jahr wurde das PIASTA-Betreuungsprogramm mit dem Preis ausgezeichnet. Die jüngste Initiative in diesem Bereich ist das hochschulübergreifende propädeutische Vorsemester, ein freiwilliges Unterrichtsangebot des Studienkollegs Hamburg. Hier können ausländische Studieninteressierte bereits erste Studienerfahrung sammeln, Sprachkenntnisse verbessern und die Studienstrukturen und -inhalte kennen lernen – ohne Zeitverlust, da die dort erbrachten Leistungen im späteren Studium angerechnet werden können. Und das „Welcome Center“ wird ab Februar 2007 ein umfassendes Beratungs- und Informationsangebot auch für Studierende anbieten und damit den Service für ausländische Studierende deutlich verbessern.


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