Johanna Wanka

Johanna Wanka: "Wir stärken die Qualität der Hochschulstandorte"

Für Neubauvorhaben und Sanierungen an den niedersächsischen Hochschulen können jetzt rund 100 Millionen Euro aus dem Landeshaushalt fließen. Profitieren werden davon die Hochschule (FH) und die Universität Osnabrück, die Leibniz Universität Hannover, die Hochschule (FH) Braunschweig/Wolfenbüttel sowie die Universitätsmedizin Göttingen. Ebenso kann die Medizinische Hochschule Hannover ein neues Großgerät beschaffen. Der Landtagsausschuss für Haushalt und Finanzen hatte zuvor die Freigabe für die Investitionen erteilt.

04.08.2010 Pressemeldung Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur

"Mit modernen Räumen und Arbeitsmöglichkeiten für Studierende, Lehrende und Forschende stärken wir die Qualität der einzelnen Hochschulen. Allein in diesem Jahr investieren wir aus dem Etat des Wissenschaftsministeriums rund 146 Millionen Euro in den Hochschulbau", sagte die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Professor Dr. Johanna Wanka.

Die Vorhaben im Einzelnen :

  1. Die FH Osnabrück erhält am Standort Lingen den Neubau eines Institutsgebäude für Gesamtkosten von 31,5 Millionen Euro. Damit werden die Fachbereiche Kommunikationsmanagement, Ingenieurwissenschaften, Betriebswirtschaft und Informatik einschließlich des zugehörigen Hörsaal- und Bibliotheksbereichs räumlich und organisatorisch in Lingen konzentriert. Die Unterbringung erfolgt nach dem "Haus-im Haus-Prinzip" in der Halle des ehemaligen Eisenbahnausbesserungswerkes. Der Standort Lingen wird damit auf 1500 Studienplätze ausgebaut. Dem Vorhaben liegt eine Empfehlung des Wissenschaftsrates zugrunde.

  2. Die FH sowie die Universität Osnabrück erhalten am Standort Westerberg für 20,2 Millionen Euro den Neubau einer Mensa mit einer Kapazität für 1000 Lernende, Lehrende und Mitarbeiter. Die alte Mensa ist mit 400 Sitzplätzen für die rund 8.900 Studierenden und 1.400 Bediensteten deutlich zu klein. Der bauliche Zustand ist mangelhaft und eine Erweiterung nicht möglich.

  3. Die Leibniz Universität Hannover kann mit 23,7 Millionen Euro die Sanierung der Chemiegebäude im Bereich Callinstraße und Schneiderberg zum Abschluss bringen. Dort gibt es einen Sanierungsstau und die Bauten entsprechen nicht mehr modernen brandschutztechnischen Anforderungen. Der erste Abschnitt der Sanierung wurde bereits im Frühjahr fertiggestellt.

  4. Die FH Braunschweig/Wolfenbüttel erhält am Standort Salzgitter ein neues Hörsaal- und Seminargebäudes für 16,8 Millionen Euro. Der Neubau beheimatet den Fachbereich Medien-, Sport- und Tourismusmanagement.

Mit dem Vorhaben startet ein Pilotprojekt im niedersächsischen Hochschulbau. Es soll ein "Niedrigstenergiegebäude", das in weiten Teilen den Passivhausstandard erfüllt, errichtet werden. Durch den Einsatz von innovativen Techniken werden, auch vor dem Hintergrund der Nachhaltigkeit, mittel bis langfristig die Betriebskosten deutlich gesenkt.

5. An der Universitätsmedizin Göttingen erfolgt für rund 7,4 Millionen Euro der Umbau und die Grundsanierung der Psychiatrie einschließlich der Einrichtung einer neuen Akut-Station mit zehn Plätzen für die Kinder- und Jugendpsychiatrie (KJP).

Für längere psychotherapeutische Behandlungen werden zeitgemäße Rahmenbedingungen auf den Bettenstationen geschaffen.

6. Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) kann einen neuen, hochmodernen Elektronenlinearbeschleuniger für die Bestrahlung von Krebspatienten für rund 1,7 Millionen Euro beschaffen. Das Gerät kommt in der Klinik für Strahlentherapie und spezielle Onkologie zum Einsatz. Zudem können es nahezu alle Fachgebiete der MHH interdisziplinär nutzen Es dient sowohl der Krankenversorgung als auch der patientenorientierten klinischen Forschung.

Mit dem Gerät kommt eine der innovativsten Techniken in der Hochpräzisionsbestrahlung zum Einsatz. Mit Hilfe der "Bildgeführten Strahlentherapie", ist es möglich, auch in besonders kritischen Körperregionen präzise die Zielvolumina zu erfassen und zu bestrahlen.


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