Juniorprofessoren in Sachsen genießen Vertrauensschutz

Sachsens Wissenschaftsminister Dr. Matthias Rößler erklärte vor dem Hintergrund der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, wonach die fünfte Novelle des Hochschulrahmengesetzes nichtig ist: "Die bisher im Rahmen der Vorgriffsförderung des Bundes unterstützten Nachwuchswissenschaftler müssen sich keine Sorgen um die Sicherheit ihrer Arbeitsplätze machen. Und auch zukünftig werden die sächsischen Hochschulen wissenschaftlichen Mitarbeitern, welche sich perspektivisch über eine Juniorprofessur qualifizieren möchten, schon jetzt Lösungen anbieten, die eine sichere Karriereplanung ermöglichen."

10.08.2004 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Minister Rößler weiter: "Sachsen will die Juniorprofessur als gleichberechtigten Qualifikationsweg neben der traditionellen Habilitation zulassen, denn die Juniorprofessur ist vor allem in naturwissenschaftlichen und technischen Bereichen sehr sinnvoll. Wir sind gleichfalls froh, dass das Bundesverfassungsgericht das faktische Verbot der Habilitation wieder aufgehoben hat. Damit wird auch dieser Weg der Qualifikation für tausende Wissenschaftler nicht versperrt."

Minister Rößler unterstrich erneut, dass das mit der Klage verfolgte Ziel einzig darin bestand, die Gleichwertigkeit von Habilitation und Juniorprofessur als Zugangsvoraussetzung für die Professur sicherzustellen. Die rahmenrechtlichen Vorgaben des Bundes wiesen aber in eine andere Richtung. Nach dem Willen des Bundes wäre spätestens ab 2010 die Juniorprofessur die dominierende Zugangsvoraussetzung gewesen. Dass Bundesverfassungsgericht hatte die Einführung der Juniorprofessur in der vom Bund geplanten Form als mit der Grundgesetz nicht vereinbar erklärt.


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden