Kongress der Berufsakademie Baden-Württemberg in Stuttgart

"Die Berufsakademie ist ein Erfolgsmodell mit hohem Innovationspotenzial. Dies bestätigt sich bei einem Vergleich ihrer bereits vor 30 Jahren formulierten Zielsetzung mit den Inhalten der Bologna-Erklärung aus dem Jahre 1999. Ein gestuftes Studiensystem, kurze Studiendauer, geringe Abbrecherquote und hohe Berufsorientierung zeichnen diese Einrichtung seit jeher aus", sagte der Ministerialdirektor im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Wolfgang Fröhlich, am 20. Oktober auf dem Kongress der Berufsakademie in Stuttgart.

20.10.2005 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Die Qualität von Studium und Ausbildung werde des weiteren durch die erfolgreiche Anerkennung durch die britische Open University eindeutig belegt.

Ihren Siegeszug, so Fröhlich, verdanke die Berufsakademie dem effizienten und vertrauensvollen Zusammenspiel zwischen engagierten Professoren, Lehrbeauftragten und Mitarbeitern, weitsichtigen Politikern und Unternehmern, der wachsenden Bereitschaft von Ausbildungsstätten, Ausbildungsplätze zur Verfügung zu stellen und nicht zuletzt dem Interesse von Studierenden an einem anspruchsvollen Studium und Erfahrungen in einem Betrieb oder einer sozialen Einrichtung.

Der Ministerialdirektor verwies darauf, dass ungeachtet der innovatorischen Impulse und der großen Erfolge noch weiteres Entwicklungspotenzial bestehe. "Mit der bundesweit rechtlichen Gleichstellung von akkreditierten Berufsakademie-Abschlüssen mit den Bachelor-Abschlüssen der Hochschulen durch die Kultusministerkonferenz am 15. Oktober 2004 und der Integration des bisherigen Berufsakademiegesetzes in das neue Landeshochschulgesetz sind die ersten Schritte hierzu bereits vollzogen." Die damit verbundene Integration der Berufsakademien in den Hochschulbereich werde dazu führen, so Ministerialdirektor Fröhlich, dass sie auch in die Erhebung von Studiengebühren ab Sommersemester 2007 einbezogen werden.

Mit Blick auf die bereits fortgeschrittene Umstellung auf die gestufte Studienstruktur sagte der Ministerialdirektor: "Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir das angestrebte Ziel, alle Diplom-Studiengänge auf das Bachelor-System bis 1. Oktober 2006 umzustellen, erreichen werden." Die Fachausschüsse für die Studienbereiche Wirtschaft, Technik und Sozialwesen und das Kuratorium der Berufsakademie haben zwischenzeitlich der Entwicklung neuer Bachelor-Studienpläne für insgesamt 44 Studiengänge zugestimmt, so dass mit dem Abschluss der Akkreditierung der Studiengänge bis Sommer 2006 zu rechnen ist.

Minister Prof. Dr. Peter Frankenberg würdigte anlässlich des Kongresses in Stuttgart die Rolle der Berufsakademie innerhalb der baden-württembergischen Bildungslandschaft. "Das Land Baden-Württemberg steht zu seiner Verantwortung und ist bereit, verstärkt in das erfolgreiche BA-System zu investieren. Durch den Ausbau der bestehenden Strukturen müssen angesichts steigender Studierendenzahlen zusätzliche Studienplätze geschaffen werden. Hierzu sollen künftig auch die Berufsakademien in den Solidarpakt einbezogen werden und dadurch zusätzliche Mittel erhalten."

Ohne das Engagement der Ausbildungspartner aus der Wirtschaft und den sozialen Einrichtungen, so Frankenberg, seien die Berufsakademien indes nicht denkbar. "Diesen Partnern, denen ich für ihren großen Einsatz sehr danken möchte, bietet das Land Baden-Württemberg einen neuen Pakt für Ausbildung an. Lassen Sie uns gemeinsam das System der Berufsakademie weiterentwickeln, um den jungen Menschen gute Bildungs- und Berufschancen zu bieten und unsere Betriebe weiterhin wettbewerbsfähig zu halten."


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