Kultusminister plant Exzellenzoffensive

"Nachdem mit der Hochschulstrukturplanung des Landes die Weichen für die künftige Hochschulentwicklung gestellt und Standortprofilierung, Schwerpunktbildung und Kooperation zwischen den Hochschulen im Mittelpunkt stehen, sind nun Initiativen zur Entwicklung und Stärkung von Netzwerken der Exzellenz gefragt", so der Minister.

22.10.2004 Sachsen-Anhalt Pressemeldung Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt

Dazu sollen die bisherigen Haushaltsmittel für die Forschungsförderung, des Bundesprogramms HWP, der Hochschulbauförderung, europäische Strukturfondsmittel sowie die Graduiertenförderung des Landes zusammengefasst und mit einer neuen Vergabe- und Förderprogrammatik verknüpft werden.

Aus dem Programm sollen auch angekündigte Sondermittel des Bundes für die Exzellenzförderung kofinanziert werden. Es sei beabsichtigt, die Koordination des Programms an das geplante Wissenschaftszentrum an der Leucorea in Wittenberg zu geben, dessen Aufgabenprofil derzeit entwickelt werde. "Insbesondere die Neuordnung der Forschungsförderung ist eine wichtige Voraussetzung für die notwendige Flexibilisierung des Mitteleinsatzes und eine bessere Konzentration der Ressourcen", erklärte der Minister. Die wissenschafts- bzw. finanzpolischen Sprecher der Regierungsfraktionen, Marco Tullner (CDU), Norbert Volk und Lydia Hüskens (beide FDP) signalisierten Unterstützung für die geplante Offensive.

In den nächsten Wochen werde man das Programm mit den Hochschulen sowie den Abgeordneten des Landtages erörtern. "Gerade wenn es wirtschaftliche Probleme gibt, ist in den Zukunftsfaktor Bildung und Wissenschaft zu investieren, und zwar nicht nur Geld, sondern auch neue Ideen und Lösungen für die Wissenschaftsorganisation. Leistungsfähige interdisziplinäre Netzwerke und Zentren der wissenschaftlichen Exzellenz eröffnen ganz neue Perspektiven der Forschungsförderung und der Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses", betonte Olbertz.

Er lud die Universitäten und Fachhochschulen des Landes ein, sich an der Entwicklung des Programms mit ihren Ideen und Vorschlägen zu beteiligen, damit es zum Beginn des Jahres 2005 wirksam werden kann.


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