Landespreis Hochschullehre 2005

Wissenschaftsminister Jürgen Schreier hat heute (16.2.06) zwei weitere Preisträger des Landespreises Hochschullehre 2005 geehrt. Die Teilpreise gehen zum einen an Professor Dr. Martin Löffler-Mang und sein Team mit Prof. Dr. Bernd Schurich, Dipl.-Päd. Franziskus Sauer, Dipl.-Ing. (FH) M. Schmidt, Dipl.-Ing. D. Ammon, Prof. Dr. Rainer Eisenmann für das Studienprojekt "Eigenverantwortliches Teamstudium Mechatronik/Sensortechnik". Ihr Preisgeld beträgt 20.000 Euro. Als Dritte im Bunde der diesjährigen Preisträger erhalten Prof. Eve Hartnack und Dipl.-Ing. Simon Kosiol einen Teilpreis in Höhe von 10.000 Euro für ihr Projekt "Jugendzentrum Illingen - Architekturstudenten planen und gestalten für Jugendliche".

16.02.2006 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

Jürgen Schreier: "Mit der Anerkennung und der Würdigung besonderer Leistungen in der Hochschullehre wollen wir Hochschullehrerinnen und lehrer ermutigen, neue Wege in der Lehre zu suchen und zu erproben. Angesichts der veränderten Bildungsmärkte in Europa und in der Welt wird die Qualität der Studienangebote immer mehr zu einem Wettbewerbsfaktor der Hochschulen. Ich habe diesen Preis ins Leben gerufen, um Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer in diesem Land für besonders herausragende Leistungen in der Lehre auszuzeichnen, für Leistungen, die beispielgebend und geeignet sind, Lehre, Studium und Prüfung inhaltlich oder didaktisch-methodisch nachhaltig zu verbessern."

"Nach 2003 und 2004 konnten auch im Jahre 2005 zwei Teams unserer Hochschule diesen inzwischen gut eingeführten und begehrten Preis erringen", erklärte Prof. Dr. Wolfgang Cornetz, Rektor der HTW. *Dass das drei Jahre in Folge möglich war - parallel zu den erheblichen, Kräfte zehrenden Innovationsaktivitäten unseres Kollegiums (u. a. die Umstellung auf Bachelor- und Master-Abschlüsse, gleichlaufend mit einer 40%igen Steigerung der Studierendenzahlen und einem 100%igen Zuwachs an Studiengängen) - zeigt mir und damit auch der Öffentlichkeit den hohen Stellenwert, den eine qualitativ hochwertige, moderne und effiziente Lehre an der HTW hat."

Mit dem von Professor Dr. Löffler-Mang und seinem Team erarbeiteten Studienkonzept *Eigenverantwortliches Teamstudium Mechatronik/Sensortechnik" wird konsequent ein ganzheitlicher Ansatz zur Förderung der Studierenden unter den aktuellen Gesichtspunkten des eigenverantwortlichen Teamstudiums vom ersten bis zum letzten Semester verfolgt. Dabei bilden die Studierenden Gruppen und eignen sich unter Anleitung und Hilfestellung selbständig Wissen an. Über Präsentationen werden die neuen Inhalte den anderen Studierenden vermittelt und nebenbei die wichtigen Soft Skills trainiert. Mit voranschreitendem Studium und mit wachsenden Fähigkeiten werden die Studierenden mehr und mehr in die Forschungsaktivitäten an der Hochschule für Technik und Wirtschaft als Projektteams eingebunden. *Damit wächst der Personenkreis, der das eigenverantwortliche Teamstudium Mechatronik/Sensortechnik trägt und gestaltet, weit über den Kreis der Geehrten hinaus. Auch diesen Kolleginnen und Kollegen gebührt die Ehre des Preises", so Löffler-Mang. "Außerdem wachsen Lehre und Forschung zu einer Einheit zusammen, in der sich Studierende und Lehrende gegenseitig inspirieren und motivieren."

Das Jugendzentrum Illingen ist zurzeit in provisorischen Räumen untergebracht. Die Stadt Illingen schrieb einen studentischen Wettbewerb aus, um Ideen für einen möglichen Ausbau des ungenutzten aber günstig gelegenen ehemaligen Gaswerks der Gemeinde zum Jugendzentrum zu sammeln. Die Architekten Prof. Eve Hartnack und Dipl.-Ing. Simon Kosiol nahmen sich des Projektes an, verfolgen sie doch den Ansatz, ihre Studierenden am realen Objekt arbeiten zu lassen. *Das heute prämierte Projekt Jugendzentrum Illingen entstand aus der Idee, ein Architekturprojekt aus der Auseinandersetzung zwischen zwei jugendlichen Gruppen entstehen zu lassen. Die Studierenden trafen und befragten die Jugendlichen in Illingen und brachten so die Wünsche und Vorstellungen ihrer "Bauherren" in Erfahrung", erklärte Hartnack. Mit diesem Programm erarbeiteten die Studierenden Möglichkeiten der Neunutzung und Neudefinition des Gaswerkes, das natürlich mit einer anderen Intention geplant und gebaut worden war. Herausgekommen sind spannende Arbeiten und Studierende der Architektur, die erstmals die Rolle des Architekten intensiv gelebt haben.

Ein konkretes Projekt biete, so Hartnack und Kosiol, Realitätsnähe von der ersten Vorortbegegnung über Nutzerbefragung, Orts- und Funktionsanalyse, Einbeziehung des Altbestandes, Gestaltung und Detaillierung von Gebäudehülle bis hin zur Darstellung und Präsentation vor interessiertem Publikum. Kurz und gut: die Arbeit eines Architekten.

Gemeinsame Pressemitteilung des Ministeriums für Bildung, Kultur und Wissenschaft und der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes


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