Baden-Württemberg

Margarethe von Wrangell-Programm schafft bessere Chancen für Frauen in der Wissenschaft

Elf Wissenschaftlerinnen der Universitäten Freiburg, Heidelberg, Karlsruhe (KIT) Konstanz und Ulm sowie der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe erhalten eine Förderung in der aktuellen Runde des Margarete von Wrangell-Programms des Landes. Dies teilte Wissenschaftsminister Professor Dr. Frankenberg heute in Stuttgart mit. Mit insgesamt rund 2,2 Millionen Euro finanzieren das Land und die Europäische Union (je zur Hälfte) im kommenden Jahr jeweils fünfjährige Beschäftigungsverhältnisse.

23.12.2010 Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Frankenberg: "Wir brauchen Chancengleichheit von Frauen und Männern in der Wissenschaft. Dazu gehört, dass wir besonders qualifizierte Wissenschaftlerinnen zur Habilitation ermutigen und sie dabei finanziell unterstützen. Das ist das Ziel des Margarete von Wrangell-Programms, aus dem wir bislang 123 Frauen mit insgesamt rund 20 Millionen Euro gefördert haben". Die aktuell vergebenen Stipendien verteilten sich auf die Fachbereiche Geistes- und Sozialwissenschaften (vier), Lebenswissenschaften (drei) sowie die Natur- und Ingenieurwissenschaften (je zwei). Die Stipendiatinnen seien von einer unabhängig besetzten Kommission unter 49 Bewerberinnen ausgewählt worden.

Das 1997 eingerichtete Margarete von Wrangell-Habilitationsprogramm für Frauen habe mit dazu beigetragen, dass der Frauenanteil an Universitätsprofessuren im Land von damals 7,9 Prozent auf aktuell 15,6 Prozent gestiegen sei, so der Minister weiter. Insgesamt würden derzeit 43 Nachwuchswissenschaftlerinnen aus dem Programm gefördert. "Von den bis 2002 geförderten 74 Stipendiatinnen haben sich bereits über 70 Prozent habilitiert, die meisten von ihnen arbeiten heute als Professorinnen", sagte Frankenberg. Er betonte, das Land dürfe in seinen Anstrengungen nicht nachlassen, um den Anteil von Wissenschaftlerinnen auf allen Qualifikationsstufen zu erhöhen.

Die befristeten Habilitationsstellen nach TV-L 13 ermöglichen vollständige soziale Sicherung. Damit erfüllt das Programm die Maßgaben der 2005 verabschiedeten Europäischen Charta für Forscher, deren Ziel bessere Rahmenbedingungen für die Arbeit von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in Europa sind.

online: mwk.baden-wuerttemberg.de/themen/hochschulen/foerderung-von-wissenschaftlerinnen-und-wissenschaftlern/frauenfoerderung/margarete-von-wrangell-habilitationsprogramm/


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