Minister Frankenberg würdigt Pädagogische Hochschulen beim "Tag der Forschung"

Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg hat die in Lehre und For-schung erbrachten Leistungen der sechs Pädagogischen Hochschulen des Lan-des herausgestellt.

24.06.2005 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

"Die Pädagogischen Hochschulen leisten nicht nur einen hervorragenden Beitrag in der Lehrerausbildung, sondern auch in der Bildungsforschung. Kompetenz in den Erziehungswissenschaften, der Pädagogischen Psychologie und der Fachdidaktik werden an den PHs vorbildlich mit der Schulpraxis vereint - dies sind optimale Bedingungen für eine kompetente Bildungsforschung", erklärte der Wissenschaftsminister beim "Tag der Forschung an den Pädagogischen Hochschulen" am 24. Juni in Weingarten. Es gelte nun, die Forschungsaktivitäten nachhaltig auszubauen und noch besser zu koordinieren. Der "Tag der Forschung" sei dafür eine wichtige Gelegenheit. "Die Aktivitäten im Bereich der Bildungsforschung sind beachtlich, finden aber noch zu sehr auf der Ebene von Einzelpersonen statt. Effektive Vernetzungen müssen sowohl innerhalb als auch hochschulübergreifend entwickelt werden", betonte Frankenberg.

Baden-Württemberg hat als einziges Bundesland die Pädagogischen Hochschu-len als eigenständige Hochschulen zur Lehrerausbildung an Grund-, Haupt-, Real- und Sonderschulen erhalten. Die Gymnasiallehrerausbildung findet an den Universitäten statt. Ausdrücklich hat sich Wissenschaftsminister Frankenberg für eine stärkere Zusammenarbeit der beiden Hochschularten ausgesprochen. "Ich würde es sehr begrüßen, wenn bei der Gymnasiallehrerausbildung in den Fächern Pädagogik, Psychologie und Fachdidaktik tragfähige und nachhaltige Kooperationen zustande kämen. Die PHs sind auf diesem Gebiet überaus kompetent und können hier einen wichtigen Beitrag leisten." Unterstützenswert sei auch die Idee, dass die PHs Studiengänge anbieten, die Beschäftigungsmöglichkeiten außerhalb des klassischen Lehrerberufs eröffnen. "Angesichts der Herausforderungen, die durch das achtjährige Gymnasium und den doppelten Abiturjahrgang ab dem Jahr 2010 auf die Hochschulen zukommen, ist dies eine wichtige Perspektive", sagte Frankenberg.

Im Bereich der Forschung hätten sich die PHs ebenfalls weiter entwickelt. Eine wichtige Basis seien die 1999 erstmals eingerichteten Forschungs- und Nachwuchskollegs (FuN-Kollegs). Diese in ihrer Struktur an die Graduierten-kollegs der Deutschen Forschungsgemeinschaft angelehnten Kollegs hätten sich zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses sehr bewährt. Der Minister stellte heraus, dass sein Haus kürzlich erst sieben Mio. Euro zur medialen Darstellung im Sinne einer "Virtualisierung der Pädagogischen Hochschulen" bereitgestellt habe. "Dank dieser Mittel ist ein virtueller Verbund aller Pädagogischer Hochschulen entstanden, der künftig eine ausgezeichnete Plattform für gemeinsame Forschungsprojekte bilden kann." Die Anfang des Jahres realisierte Vernetzung der Bibliotheken aller PHs spiele hierbei ebenfalls eine wichtige Rolle. Frankenberg: "Dass die Summe dieser Maßnahmen zum Erfolg geführt hat, zeigt nicht zuletzt die Verdreifachung des Drittmittelaufkommens in den vergangenen fünf Jahren auf drei Mio. Euro. Diese Steigerung ist beachtlich."

Weitere Informationen unter www.ph-bw.de.


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