Ministerrat beschließt Unterstützung für neue Akademie für Technikwissenschaften

Der Ministerrat hat am 8. Mai 2007 beschlossen, die Gründung einer nationalen Akademie für Technikwissenschaften zu unterstützen. Die mit acatech bezeichnete Einrichtung wird ein Budget von jährlich 1 Mio. € haben und soll zum 01.01.2008 installiert werden. Getragen wird die Akademie gemeinsam von Bund und Ländern. Die endgültige Entscheidung zur Einrichtung wird die Ministerpräsidentenkonferenz noch in diesem Monat treffen.

11.05.2007 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

"Die acatech ist als Beratungsorgan für Politik und Gesellschaft konzipiert, das sich technikwissenschaftlichen und technologiepolitischen Zukunftsfragen auf wissenschaftlich fundierter Basis annimmt", sagte Wissenschaftsminister Professor Dr. Peter Frankenberg am 11. Mai in Stuttgart. Er zeigte sich erfreut, dass sein Einsatz für das Projekt erfolgreich war. "Die Ingenieurwissenschaften spielen für den wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Fortschritt unseres Landes eine entscheidende Rolle. Wenn die Ministerpräsidentenkonferenz sich unserem Votum anschließt, erhalten die Ingenieurwissenschaften mit der Einrichtung der acatech eine bundesweit hörbare Stimme. Dies wird sich positiv auf unsere technischen Hochschulen und auch auf unsere stark innovationsabhängige Wirtschaft auswirken." Dass diese Stimme auch in der Wirtschaft gehört werde, dafür garantiere acatech-Präsident und BMW-Aufsichtsratsvorsitzender Professor Joachim Milberg.

Bisher geschieht die Vertretung der Technikwissenschaften auf nationaler Ebene durch den acatech - Konvent für Technikwissenschaften der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften e.V., gegründet im Jahr 2002, der mit Projektfördermitteln des Bundes und aus Industriespenden finanziert wird. Momentane Sitzorte sind München und Berlin.

Derzeit sind 246 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Mitglied der acatech. Sie ist in dreizehn Themennetzwerke gegliedert. Sie bilden ein Spektrum von vielfältigen Themenbreichen von Gesundheitstechnologie über Energie und Umwelt, Nano- und Biotechnologie bis hin zu Themenfeldern wie Ausbildung und Beschäftigung ab.


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