Mit dem "Lehrer light" werden die Schulen nicht besser

Die Bildungsgewerkschaft GEW setzt sich für eine grundlegende Reform des Lehramtsstudiums in Baden-Württemberg ein und kritisiert die Vorschläge, Pädagogen mit einem Bachelor-Abschluss unterrichten zu lassen.

24.03.2008 Baden-Württemberg Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

"Wer den Alltag in den Schulen kennt, weiß, dass drei Jahre Studium nicht ausreichen, um Bildungspläne umzusetzen, Kinder individuell fördern und auf hohem Niveau Fachunterricht halten zu können. Wir wollen, dass in Zukunft Lehrerinnen und Lehrer aller Schularten in einem Bachelor-Studium gemeinsam ausgebildet werden und sich erst im Master-Studium spezialisieren. Ein Lehrer light wäre ein Rückschritt für die Schulen, die in den vergangenen Jahren wichtige Schritte nach vorne gemacht haben", sagte am Montag (24.03.08) in Stuttgart Rainer Dahlem, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

Die GEW kritisiert, dass an den Universitäten die Lehrerausbildung zum Wintersemester 2009/10 auf die neuen Bachelor-/Master-Abschlüsse umgestellt werden soll, aber an den Pädagogischen Hochschulen weiter am Staatsexamen festgehalten wird. "Dadurch wird an einer überholten Zwei-Klassen-Ausbildung aus dem letzten Jahrhundert festgehalten. Wenn wir mehr Qualität an unseren Schulen erreichen wollen, brauchen wir für alle Lehrerinnen und Lehrer eine Bachelor-Master-Ausbildung, in der von Beginn an fachwissenschaftliche und pädagogische Inhalte vermittelt werden. Am Ende ihres Studium müssen sowohl Grundschul- wie Gymnasiallehrer einen Masteranschluss erwerben können", so Dahlem.

An den Pädagogischen Hochschulen studieren angehende Grund-, Haupt-, Real-und Sonderschullehrer/innen, Pädagog/innen für die Beruflichen Schulen und Gymnasien werden an den Universitäten ausgebildet.

Weitere Informationen: www.gew-bw.de

Ansprechpartner

GEW Baden-Württemberg

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