Bologna-Prozess

Neue Daten über das Bachelor- und Master-Studienangebot: Weiterer Anstieg zum beginnenden Sommersemester

81 Prozent aller Studiengänge an deutschen Hochschulen führen inzwischen zu den Abschlüssen Bachelor oder Master. Das geht aus der neuesten Statistik hervor, die die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) soeben vorgelegt hat. Die Studiengänge, die im Einflussbereich der Hochschulen liegen, sind weitgehend auf die Bologna-Struktur umgestellt.

28.04.2010 Pressemeldung Hochschulrektorenkonferenz

Die Zahl der neuen bzw. umgestellten Studiengänge ist damit um vier Prozent gegenüber dem vorhergehenden Semester gestiegen. Die deutschen Hochschulen bieten mittlerweile 10.806 Bachelor- und Masterstudiengänge an. Diese Daten basieren auf den Angaben des HRK-Hochschulkompasses, der Online-Datenbank für Studienmöglichkeiten.

Einen besonders starken Anstieg der Bachelor- und Masterstudiengänge um 16 Prozent gegenüber dem Wintersemester 2009/2010 verzeichnen die Kunst- und Musikhochschulen. Damit führen jetzt auch fast die Hälfte der Studienangebote an Kunst- und Musikhochschulen zu den neuen Abschlüssen.

Die Diskussion über die rechtswissenschaftlichen und medizinischen Staatsexamensstudiengänge dauert weiterhin an. Und auch die Lehramtsstudiengänge sind bei weitem noch nicht umgestellt. Von den insgesamt 2.615 noch nicht umgestellten Studiengängen sind 1.918, also 73 Prozent, staatliche und kirchliche Abschlüsse. Die Umstellung dieser Studiengänge liegt nicht im Entscheidungsbereich der Hochschulen.

Derzeit immatrikulieren sich rund drei Viertel aller Studienanfängerinnen und -anfänger in einem der neuen Studienprogramme.

"Statistische Daten zur Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen - Sommersemester 2010" ist als PDF-Datei auf den
HRK-Internetseiten abrufbar. Gedruckt erscheint die Broschüre in der HRK-Reihe "Statistiken zur Hochschulpolitik" als Nr. 1/2010 in der kommenden Woche und kann dann im Sekretariat der HRK kostenlos bestellt werden: .


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